Neue ConMoto-Projektstudie: Steigerung der Produktionseffizienz in der Chemie- und Pharmaindustrie

In kaum einer Branche kommt den Produktionsanlagen und Maschinen eine derart große Bedeutung zu wie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Dennoch stehen in vielen Betrieben die Anlagen zu häufig still. Ursache ist oftmals eine unzureichende Instandhaltung – damit verschwenden die Unternehmen Milliarden. Genau hier gilt es jetzt anzusetzen und die machbaren Effizienzpotentiale zu heben. Bis zu 60 Prozent der gesamten Produktionskosten können somit direkt und indirekt durch die Effizienz des Instandhaltungs- und Asset Managements beeinflusst werden. „Dies liegt vor allem an den kapitalintensiven Produktionsanlagen und einem in der Regel geringeren Personalkostenanteil an den Herstellungskosten“, unterstreicht Nils Blechschmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der ConMoto Consulting Group. Darüber hinaus stellen oftmals „maßgeschneiderte“ und gefahrgeneigte Prozesse sowie Produktionsequipment mit gering ausgeprägter technischer Standardisierung sehr hohe Anforderungen an die Instandhalter. In der neuesten Projektstudie Chemie und Pharma analysierte ConMoto die Leistungsfähigkeit von 67 unterschiedlichen Betrieben in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, USA, Brasilien und Indien und zeigt zugleich wie es besser geht.

Lesen Sie einen Auszug aus der Studie hier. 

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Industrie bewertet Energiewende zunehmend negativ

Immer mehr deutsche Unternehmen bewerten die Auswirkungen der Energiewende auf das eigene Geschäft negativ. Wie eine aktuelle Umfrage der Industrie- und Handelskammern belegt, leiden die Betriebe zunehmend unter den steigenden Strompreisen und unter der sinkenden Versorgungssicherheit. Die Umfrage aus dem Juni 2014 basiert auf den Antworten von 2.200 Betrieben aller Größenklassen, Branchen und Regionen in Deutschland. Auf einer Skala von -100 bis +100 bewerteten sie die Auswirkungen der Energiewende auf ihre Wettbewerbsfähigkeit mit -13 nochmals schlechter als im Herbst 2013 (-11). Hatten bei der Vorgängerumfrage 32 Prozent der Befragten dem Reformprojekt negative Effekte auf das eigene Geschäft attestiert, waren es in diesem Jahr bereits 34 Prozent.

Die Energiewende wird nach den Ergebnissen der Befragung insbesondere von Industrieunternehmen als Risiko eingestuft. Mit -30 Punkten bewertet sie die Auswirkungen deutlich kritischer als der Durchschnitt aller Unternehmen und auch schlechter als im Vorjahr (2013: -27,5). Die Bereitschaft der Industrie wächst, Produktion in Deutschland einzuschränken: Immerhin 24 Prozent der Industriebetriebe denken zumindest darüber nach.

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Zuwächse besonders bei Auftragseingängen aus dem Ausland

Der preis- und saisonbereinigte Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Juli 2014 um 4,6 Prozent höher ausgefallen als im Vormonat. Dieser Anstieg folgt auf einen Rückgang von 2,7 Prozent im Monatsvergleich Mai-Juni. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen dem Inlands- und Auslandsgeschäft: Während die Aufträge aus dem Inland um 1,7 Prozent zulegten, stieg der Wert der Auslandsaufträge um 6,9 Prozent.

Bezogen auf die Absatzrichtung des Auslandsgeschäfts lagen der Auftragseingang aus der Eurozone um 1,7 Prozent und der Auftragseingang aus dem restlichen Ausland im Juli um 9,8 Prozent höher als im Vormonat. Der Auftragseingang erhöhte sich bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 0,3 Prozent und bei den Herstellern von Investitionsgütern um 8,5 Prozent. Bei den Herstellern von Konsumgütern gab es einen Rückgang des Auftragsvolumens von 2,9 Prozent

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DIHK: Positive Finanzierungssituation deutscher Unternehmen

Die Finanzierungssituation für die Unternehmen in Deutschland hat sich im Sommer 2014 laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) insgesamt weiter entspannt. Die gute Konjunkturentwicklung, die sehr expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die in den letzten Jahren aufgebauten hohen Eigenkapitalquoten trügen dazu wesentlich bei. Die Auswirkungen der verschärften Finanzmarktregulierung würden daher aktuell überlagert, so die Auswertung des DIHK, die auf rund 21.000 Unternehmensantworten beruht. Inzwischen erklären 30 Prozent der Unternehmen, für ihre Projekte derzeit keine externe Finanzierung zu benötigen. Im Sommer 2013 waren es noch 25 Prozent.

Als eine Ursache nennt der DIHK vor allem die gute Geschäftsentwicklung. Gleichzeitig hätten  die Unternehmen beachtliche Eigenkapital- und Liquiditätsreserven aufgebaut – mit Blick auf die steigenden Anforderungen der Finanzmarktregulierung, aber auch, weil vielen Unternehmen die Investitionsperspektiven fehlten. Von den Unternehmen, die Fremdkapital benötigen (70 Prozent), bewertet fast die Hälfte ihren Finanzierungszugang als gut. Lediglich 14 Prozent haben nur schlechten oder gar keinen Zugang zu Krediten; dieser Anteil ist im längerfristigen Vergleich niedrig und gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Konjunktur in Mittel- und Osteuropa und der Türkei trübt sich ein

Die Konjunkturerwartungen für die Region Mittel- und Osteuropa inklusive der Türkei (CEE-Region) haben sich im August 2014 verschlechtert. Der ZEW-Konjunkturindikator CEE verliert in der aktuellen Umfrage 16,1 Punkte und erreicht einen Stand von 11,2 Punkten. Zurückgegangen ist aber nicht nur der Indikator für die CEE-Region insgesamt, ebenso haben sich die Konjunkturerwartungen für fast alle von der Umfrage abgedeckten CEE-Länder verschlechtert mit Ausnahme von Polen. Den größten Rückgang gab es mit 25,7 Punkten beim Indikator für die Türkei.

Der Konjunkturindikator CEE wird seit 2007 vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ermittelt und spiegelt die Konjunkturerwartungen der Finanzmarktexperten für die CEE-Region auf Sicht von sechs Monaten wider. Die Beurteilung der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der CEE-Region ist im August ebenfalls zurückgegangen. Der entsprechende Indikator, der sich im Vormonat noch auf einem beinahe ausgeglichenen Niveau von minus 0,1 Punkten befand, geht in der aktuellen Umfrage um 7,0 Punkte zurück.

Produktionsnahe Dienstleistungen gewinnen an Bedeutung

In Deutschland arbeiten immer mehr Menschen nicht unmittelbar in der Fertigung, sondern in den produktionsnahen Dienstleistungen wie Forschung, Entwicklung, Organisation, Management und Beratung. So ist In den Jahren 2007 bis 2011 die Zahl der direkt in der Industrieproduktion Beschäftigten, die unmittelbar in der Produktion tätig sind, um 2,5 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist die Zahl der Personen, die Services in der Industrieproduktion erbringen, um 2,5 Prozent gestiegen. Diese Zahlen hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) in einer aktuellen Studie ermittelt.

Bei den produktionsorientierten höherwertigen Dienstleistungen liegt der Beschäftigungszuwachs dem DIW zufolge sogar bei 4,5 Prozent. Noch steiler ist der Anstieg in der Forschung und Entwicklung mit 5,8 Prozent und bei der Leitung und bei organisatorischen Tätigkeiten mit 16,0 Prozent. Wie die Studie belegt, ist dieser Strukturwandel in allen Industriebranchen zu beobachten. Am stärksten ausgeprägt ist er in den international ausgerichteten Branchen mit einer überdurchschnittlichen Exportquote von mehr als 50 Prozent – wie der Automobilindustrie, dem Maschinenbau und der chemischen Industrie.

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