Erfolgreiche Produktionssysteme – Produktivitätssprünge durch gleichzeitige Beschleunigung und Fehlervermeidung

Demographischer Wandel, Globalisierung sowie die Vernetzung von Waren- und Datenfluss (Industrie 4.0) haben erheblichen Einfluss auf die gesamte produzierende Industrie – gleich ob Einzel-, Serienfertiger oder Prozessindustrie. Die aktuelle ConMoto Projektstudie „Beschleunigen Sie Ihr Unternehmen“ zeigt anhand von mehr als 100 Optimierungsprojekten der vergangenen fünf Jahre, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. So ist insbesondere auf dem Weg zur Industrie 4.0 noch viel an Basisarbeit zu leisten, sowohl bei  mittelständischen Unternehmen als auch bei Großkonzernen.

Die untersuchten Optimierungsprojekte konzentrierten sich dabei auf die beiden Faktoren Geschwindigkeit und Qualitätsverbesserung. Dieser Ansatz basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Ein Produktionssystem ist umso effizienter, je schneller es arbeitet und je geringer die Fehlerrate ist. Entscheidend ist es, diese Erkenntnis auch umzusetzen.

Die Ergebnisse der Projektstudie belegen an Zahlen, wie das funktioniert: Je nach Fertigungstyp konnten EBIT-Zuwächse zwischen 4,5 und 9,0 Prozentpunkte erreicht werden. „Solche Produktivitätssprünge lassen sich nur erzielen, wenn das gesamte Produktionssystem und nicht nur Teile davon in Optimierungsprozesse einbezogen werden“, bestätigt Dr.-Ing. Ralf Feierabend, Geschäftsführender Gesellschafter von ConMoto. Die Studie beschreibt den ganzheitlichen Verbesserungsansatz, der Fehler eliminiert und das Produktionssystem über alle Wertschöpfungsstufen auf volle Geschwindigkeit bringt. Mehr…

Gut ein Drittel der Mittelständler vor Generationswechsel

Dem deutschen Mittelstand steht ein erheblicher Generationswechsel bevor. Gut ein Drittel der Inhaber mittelständischer Firmen ist 55 Jahre oder älter. Mit dem Näherrücken des Ruhestandsalters stellt sich die Frage nach dem Fortbestand des Unternehmens. Wie KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels jetzt erstmalig ermittelte, planen bis zum Jahr 2017 die Chefs von rund 580.000 mittelständischen Firmen die Übergabe oder den Verkauf an einen Nachfolger. Das ist jeder sechste Mittelständler in Deutschland. Etwa vier Millionen Arbeitsplätze hängen vom Gelingen dieser Unternehmensnachfolgen ab.

Bei den Nachfolgeplanungen besteht eine leichte Präferenz für familieninterne Lösungen. Laut KfW Research wollen derzeit neun Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen die Nachfolge innerhalb der Familie organisieren, sieben Prozent der Alteigentümer suchen extern. Hier kommen etwa ein Verkauf an einen Mitarbeiter, ein anderes Unternehmen oder einen Finanzinvestor in Frage. Betroffen vom anstehenden Generationswechsel sind alle Segmente der mittelständischen Wirtschaft. Seit 2002 ist der Anteil der über 55-Jährigen Unternehmensinhaber um 16 Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen, in der Gesamtbevölkerung legte diese Altersgruppe um nur vier Prozentpunkte auf 38 Prozent zu.

Norwegen ist die sicherste Liefernation

Norwegen ist das Land, das das geringste Risiko für Lieferausfälle bietet. Auf der vom Industrieversicherer FM Global weltweit ermittelten Rangliste folgen die Schweiz und Holland auf den Rängen zwei und drei. Deutschland belegt in dieser Tabelle für Lieferantenzuverlässigkeit den sechsten Platz. Für den Global Resilience Index erhob eine detaillierte Studie Daten in 130 Ländern. Untersucht wurde die Anfälligkeit der Länder für die Unterbrechung der Lieferkette anhand der ökonomischen Performance, der Qualität der Supply Chain und anderer Risikofaktoren.

In dieser zweiten Ausgabe des Global Resilience Index liegen erneut sechs europäische Länder vorne. Es folgen Qatar, Kanada, Finnland und die Region Mittlerer Westen in den USA. Der Index berücksichtigt harte Faktoren, wie den Zustand der Infrastruktur aber auch weiche Faktoren wie die Zuverlässigkeit lokaler Zulieferer oder politische und rechtliche Risiken. Darüber hinaus werden auch natürliche Risiken durch Gefahren wie Überschwemmungen oder Erdbeben berechnet. Deshalb sind Länder wie China und die USA in drei Regionen unterteilt.

Mehr deutsche Unternehmen investieren aus Kostengründen im Ausland

Steigender Kostendruck am Standort Deutschland bewegt im zweiten Jahr in Folge mehr Unternehmer dazu, jenseits der Landesgrenzen zu investieren. Das Investitionsmotiv Kosten gewinnt weiter an Gewicht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). So planen 23 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen ihre Investitionen mittlerweile aus diesem Grund. Das ist ein Anstieg um zwei Prozent im Vergleich zu 2014. In den Jahren zuvor hatte das Kostenmotiv kontinuierlich an Bedeutung verloren. 2003 gaben noch 42 Prozent der Unternehmen an, aus Kostengründen im Ausland investieren zu wollen. Der aktuelle, nunmehr zweite Anstieg in Folge zeugt davon, dass sich die wieder verschlechterte Kostenstruktur hierzulande, insbesondere durch hohe Energiepreise, steigende Arbeits- und Bürokratiekosten, mittlerweile in den längerfristigen Planungen der Unternehmen niederschlägt. Bemerkenswert ist, dass über 40 Prozent aller Unternehmen, die aus Kostengründen investieren, dies mittlerweile in der EU-15 tun. Zu den EU-15 gehören alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der sogenannten Ost-Erweiterung im Jahr 2004.

Mit Blick auf die Investitionsregionen landen die EU-15-Länder so erneut auf dem ersten Platz. 47 Prozent der Industriebetriebe und damit so viele wie nie zuvor entscheiden sich für Investitionen in dieser Region. Nach dem rasanten Wachstum von 2013 auf 2014 (40 auf 46 Prozent) können diese Länder damit abermals punkten. Der langjährige Spitzenreiter China kann um drei auf 45 Prozent zulegen, landet aber „nur“ auf Rang zwei. Nordamerika erzielt mit einem deutlichen Plus von sechs Prozentpunkten den höchsten Zugewinn an neuen deutschen Investoren und etabliert damit seinen dritten Rang. Ähnlich dynamisch entwickelt sich nur noch die Region „Asien ohne China“: 28 Prozent aller deutschen Industriebetriebe mit Auslandsbezug investieren hier – fünf Punkte mehr als noch 2014.

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Anteil der deutschen Industrie am BIP fast unverändert bei 22,3 Prozent

Die deutsche Industrie hat ihren Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren nahezu gehalten. Wie aktuelle Zahlen des Statistische Bundesamtes (Destatis) belegen, lag der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland im Jahr 2014 bei 22,3 Prozent. Dies entsprach fast dem Wert von 1994 (23 Prozent). In den EU-Staaten insgesamt hatte die Industrie 2014 einen Anteil von durchschnittlichen 15,3 Prozent am BIP. In Frankreich lag der Anteil bei 11,4 Prozent und in Großbritannien bei 9,4 Prozent.

Die Bruttowertschöpfung der Industrie in Deutschland betrug in jeweiligen Preisen im Jahr 2014 rund 581 Milliarden Euro (1994: 380 Milliarden Euro). Im Jahr 2014 waren im Verarbeitenden Gewerbe knapp 7,5 Millionen Erwerbstätige (1994: 8,2 Millionen) beschäftigt und es wurden rund 373 Milliarden Euro Arbeitnehmerentgelt (1994: 264 Milliarden Euro) gezahlt. Im Zeitraum von 1994 bis 2014 erhöhte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes jährlich um durchschnittlich 1,7 Prozent gegenüber einem gesamtwirtschaftlichen Zuwachs der Bruttowertschöpfung von 1,4 Prozent.

Mittelstand mit zurückhaltenden Geschäftserwartungen

Der deutschen Mittelstand ist bei seinen Geschäftserwartungen zurückhaltend. Das belegt wie das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer für den März: Wie bereits im Februar kommt das mittelständische Geschäftsklima nicht über eine Stagnation hinaus (+0,1 Zähler auf 12,7 Saldenpunkte). Sowohl die Einschätzungen der aktuellen Geschäftslage als auch die der Geschäftserwartungen verändern sich gegenüber dem Vormonat kaum (-0,1 auf 20,7 Saldenpunkte bzw. +0,4 auf 4,6 Saldenpunkte).

Ganz anders sieht es bei den Großunternehmen aus. Ihr Geschäftsklima legt im März um überdurchschnittliche 3,6 Zähler auf 13,8 Saldenpunkte zu. Erstmals seit rund drei Jahren ist die Stimmung in den großen Firmen damit wieder besser als im Mittelstand. Die Großunternehmen sind nicht nur mit ihrer aktuellen Lage etwas zufriedener als im Monat zuvor (+1,3 Zähler auf 19,0 Saldenpunkte). Vor allem gehen sie von einer kräftigen Belebung aus: Ihre Geschäftserwartungen klettern sprungartig um das Zweifache einer üblichen Monatsveränderung auf ein Zehnmonatshoch (+5,7 Zähler auf 8,2 Saldenpunkte).

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