Neue ConMoto-Studie zur Effektivität in der Instandhaltung

Eine aktuelle Studie der ConMoto Consulting Group untersucht die Effektivität der Instandhaltung der europäischen Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie. Die Branche verzeichnet in den Mitgliedsländern der Europäischen Union einen Jahresumsatz von 195 Milliarden Euro. Die Unternehmen geben dabei im Jahr 25,5 Milliarden Euro für die Instandhaltung aus, das sind mehr als sechs Prozent des Jahresumsatzes. Die Befragung in 26 Werken der Branche ergab erhebliche Effizienzdefizite der Instandhaltungsprozesse. Nils Blechschmidt, Senior Partner bei der ConMoto Consulting Group, beziffert das jährliche Einsparpotenzial der Branche allein in der Instandhaltung auf 9,2 Milliarden Euro.

Die möglichen Effizienzgewinne der europäischen Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie sind laut den Ergebnissen der ConMoto-Studie also immens. „Derzeit sind die Unternehmen noch weit von einer erstklassigen Instandhaltung entfernt“, kritisiert Blechschmidt. In Schulnoten ausgedrückt liegen die untersuchten Produktionsstätten zwischen der Note „mangelhaft“ und „befriedigend“. Der Bewertungsdurchschnitt dieses Industriebereichs liege im Vergleich zur Best Practice gerade einmal bei 42 von 100 Prozent. „Selbst das klassenbeste Unternehmen hat mit 56 Prozent Instandhaltungsreife noch erhebliches Verbesserungspotenzial“, analysiert Blechschmidt.

Lesen Sie einen Auszug aus der Studie hier.

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Chinas Exporte sinken, auch weil Sondereffekte wirken

Die Exporte Chinas sind laut den offiziellen Zahlen der chinesischen Zollbehörde im März im Vergleich zum Februar um 6,6 Prozent auf 170,1 Milliarden Dollar zurückgegangen. Ökonomen hatten mit einem Anstieg von 4,0 Prozent gerechnet. Gleichzeitig lagen die Importe sogar um 11,3 Prozent niedriger bei 162,4 Milliarden Dollar. Bei den Importen war ein Plus von 2,4 Prozent prognostiziert worden. Damit sind die Experten erneut negativ überrascht worden: Die chinesischen Exportzahlen im Februar diesen Jahres hatten 18,1 Prozent unter denen des Februars 2013 gelegen. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 6,8 Prozent gerechnet. Für das chinesische Bruttoinlandsprodukt wird aber im ersten Quartal 2014 immer noch ein Wachstum von 7,3 Prozent erwartet. Diese Prognose liegt damit knapp unter dem von der chinesischen Regierung vorgegebenen Wachstumsziel von 7,5 Prozent.

Fachleute verweisen allerdings auch auf die häufig hohen Schwankungen bei chinesischen Handelsdaten, die auch mit Sondereffekten und methodischen Schwächen bei der Ermittlung zu tun hätten. So sei der starke Einbruch der Exporte im Februarjahresvergleich auch auf Überfakturierungen von Handelsfirmen zurückzuführen, die Kapitalflüsse aus Spekulationen als Handelsrechnungen deklarieren. Dies sei im Jahr 2013 noch üblich gewesen, werde mittlerweile aber durch die chinesischen Aufsichtsbehörden unterbunden.

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Deutsche Unternehmen weiter stark bei Auslandsinvestitionen

Die Auslandsinvestitionen der deutschen Industrie bleiben weiter auf hohem Niveau. Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) planen 45 Prozent von ihnen für das Jahr 2014 Auslandsaktivitäten. Damit bleibt der Anteil deutscher Unternehmen mit finanziellem Engagement im Ausland im Vergleich zum Vorjahr praktisch unverändert. Die Investitionsbudgets werden sich nach Einschätzung des DIHK jedoch deutlich erhöhen. Erstmals seit 2010 sind die 15 EU-Kernländer (EU-15) wieder das beliebteste Investitionsgebiet für Unternehmen. Ihr Anteil steigt von 40 auf 46 Prozent – einen solchen Anteil hat bisher noch nie eine Region erreicht, und um mehr als sechs Punkte hat sich auch noch keine Region innerhalb eines Jahres verbessert. Die Erholung der Eurozone sei somit auch in den Investitionsplänen deutscher Betriebe angekommen, etliche Länder haben in den letzten Jahren energisch an ihrer Standortqualität gearbeitet, so bewertet der DIHK das Ergebnis. Die EU-15 verdrängen damit China auf Rang zwei (Investitionsanteil 42 Prozent) und den USA (Investitionsanteil 30 Prozent).

Die Unternehmen wagen den Schritt ins Ausland, hauptsächlich um Produktionsstätten vor Ort auf- und aus- zubauen sowie um Vertrieb und Kundendienst zu etablieren und zu festigen. Fast 80 Prozent der Industrieunter- nehmen planen aus diesen Gründen Investitionen im Ausland – bei den Motiven sind Mehrfachnennungen möglich. 21 Prozent der Unternehmen nennen günstigere Kosten im Ausland, 12 Prozent wollen insbesondere ihren Energie- und Rohstoffeinkauf diversifizieren und so sparen.

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Handelsüberschüsse der EU gegenüber USA steigen weiter

Sowohl beim Waren- als auch beim Dienstleistungsverkehr blieben die USA im Jahr 2013 weiter der größte Handelspartner der EU-Mitgliedstaaten. Dabei erwirtschaftete die EU erhebliche Handelsüberschüsse. Mit 288 Milliarden Euro erreichte der Warenexporte in die USA nicht ganz den Spitzenwert von 293 Milliarden Euro aus dem Jahr 2012. Diese Zahlen legte jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis) vor. Der Wert der Einfuhren aus den USA in die EU belief sich auf 196 Milliarden Euro. Damit beträgt der aktuelle Handelsüberschuss im Warenverkehr der EU gegenüber den USA 92 Milliarden Euro, 2012 lag er bei 86 Milliarden Euro.. Von den 28 Mitgliedstaaten war auch im vergangenen Deutschland mit 89 Milliarden Euro bzw. 31 Prozent der Warenausfuhren der EU der bedeutendste Exporteur in die USA, gefolgt von Großbritannien (44 Milliarden, 15 Prozent) sowie Frankreich und Italien (jeweils 27 Milliarden, bzw. 9 Prozent).

Bei den Dienstleistungen beziehen sich die neusten Zahlen von Destatis auf das Jahr 2012. Im Dienstleistungsverkehr mit den USA hat sich der Überschuss auf EU-Seite zwischen 2011 und 2012 praktisch verdoppelt von 6,9 auf 14 Milliarden Euro. Die EU-Länder exportierten Services im Gesamtwert von 164,8 Milliarden Euro in die USA, während sich die Einfuhren auf 150,9 Milliarden Euro beliefen. Seit 2010, als der Überschuss noch bei 2,9 Milliarden Euro lag, ist das eine Steigerung um mehr als das Vierfache.

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Logistik: Zuwächse bei Transportgütern erwartet

Die deutsche Logistikbranche ist vorsichtig optimistisch: Die Menge an Transportgütern wird in den kommenden sechs Monaten in nahezu allen Transportzweigen ansteigen, zumindest aber nicht hinter das derzeit bereits erreichte Mengenniveau zurückfallen. Das ist das zentrale Ergebnis des Transportmarkt-Barometers der Basler ProgTrans AG und dem Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) aus dem ersten Quartal 2014. Die Preisentwicklung biete ein eher uneinheitliches Bild. Abhängig vom jeweiligen Transportzweig sei mit tendenziell steigenden oder eher gedämpften Preisen zu rechnen. Bei der Umfrage geben vierteljährlich rund 250 Spitzenkräfte aus der Transportwirtschaft und der verladenden Wirtschaft Auskunft, wie sie die Entwicklung der Transportmärkte und der Transportpreise in Deutschland auf einschätzen.

Mit Blick auf das Transportaufkommen erwarten die befragten Experten die stärksten Mengenzuwächse bei den Kurier-, Express- und Paketdiensten (KEP) und im (sonstigen) Straßengüterverkehr sowie bei den Asien-/Pazifik-Verkehren in der Luft- und Seefracht. Eher schwache Perspektiven werden dagegen dem “klassischen” Schienengüterverkehr sowie der Binnenschifffahrt bescheinigt. Beim Kombinierten Verkehr wird die Entwicklung der Transportnachfrage als überwiegend stabil eingeschätzt. Die aktuellen Einschätzungen der Experten zur Preisentwicklung im kommenden halben Jahr sind uneinheitlich. Preiserhöhungen werden im konventionellen Schienengüterverkehr, bei den KEP-Diensten sowie auf ausgewählten Verbindungen im Luft- und Seeverkehr erwartet. Beim klassischen Straßengüterverkehr, im Kombinierten Verkehr sowie in der Binnenschifffahrt geht eine große Mehrheit der Experten von stabilen Preisen aus.

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Deutsche Industrieunternehmen mit positiven Erwartungen

Die Stimmung bei den deutschen Industrieunternehmen ist derzeit gut. Das ist das zentrale Ergebnis des DIHK-Industriereports 2014, den der Deutsche Industrie- und Handelskammertag jetzt vorgelegt hat. Demnach verbessern sich die Geschäftserwartungen der Industriebetriebe weiter deutlich. 34 Prozent der Industrieunternehmen rechnen mit besseren, 56 Prozent mit gleichbleibenden und nur zehn Prozent mit schwächeren Geschäften in den nächsten zwölf Monaten. Für den Report hat die DIHK insgesamt 7.800 Unternehmen befragt. Den positiven Ausblick der Betriebe untermauern auch die Umfrageergebnisse zu den Exporterwartungen, den geplanten Investitionen und zur Geschäftsentwicklung.

Die Exporterwartungen der Industrieunternehmen steigen laut den Befragungsergebnissen zu Jahresbeginn deutlich. 37 Prozent erwarten bessere Geschäfte. Nur sieben Prozent gehen von geringeren Umsätzen bei ihren Ausfuhren aus. Der Saldo aus “höher”- und “geringer”-Meldungen steigt im Vergleich zum Herbst noch einmal um deutliche sieben auf nunmehr 30 Punkte. Damit setzt sich der positive Trend des Jahres 2013 fort. Dementsprechend steigt auch die Investitionsbereitschaft: Unternehmen sämtlicher Industriehauptgruppen wollen wieder mehr investieren. Insgesamt 30 Prozent der Industriebetriebe planen mit höheren Budgets, 18 Prozent müssen voraussichtlich Investitionen kürzen und 52 Prozent wollen in gleicher Höhe wie im vergangenen Jahr investieren. Auf Basis der Umfrageergebnisse erwartet der DIHK 40.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Industrie. Dieser Beschäftigungsaufbau werde allerdings fast ausschließlich von exportorientierten Unternehmen betrieben.

 

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