Erfolgreiche Produktionssysteme – Produktivitätssprünge durch gleichzeitige Beschleunigung und Fehlervermeidung

Demographischer Wandel, Globalisierung sowie die Vernetzung von Waren- und Datenfluss (Industrie 4.0) haben erheblichen Einfluss auf die gesamte produzierende Industrie – gleich ob Einzel-, Serienfertiger oder Prozessindustrie. Die aktuelle ConMoto Projektstudie „Beschleunigen Sie Ihr Unternehmen“ zeigt anhand von mehr als 100 Optimierungsprojekten der vergangenen fünf Jahre, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. So ist insbesondere auf dem Weg zur Industrie 4.0 noch viel an Basisarbeit zu leisten, sowohl bei  mittelständischen Unternehmen als auch bei Großkonzernen.

Die untersuchten Optimierungsprojekte konzentrierten sich dabei auf die beiden Faktoren Geschwindigkeit und Qualitätsverbesserung. Dieser Ansatz basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Ein Produktionssystem ist umso effizienter, je schneller es arbeitet und je geringer die Fehlerrate ist. Entscheidend ist es, diese Erkenntnis auch umzusetzen.

Die Ergebnisse der Projektstudie belegen an Zahlen, wie das funktioniert: Je nach Fertigungstyp konnten EBIT-Zuwächse zwischen 4,5 und 9,0 Prozentpunkte erreicht werden. „Solche Produktivitätssprünge lassen sich nur erzielen, wenn das gesamte Produktionssystem und nicht nur Teile davon in Optimierungsprozesse einbezogen werden“, bestätigt Dr.-Ing. Ralf Feierabend, Geschäftsführender Gesellschafter von ConMoto. Die Studie beschreibt den ganzheitlichen Verbesserungsansatz, der Fehler eliminiert und das Produktionssystem über alle Wertschöpfungsstufen auf volle Geschwindigkeit bringt. Mehr…

Auslandsgeschäft boomt für Elektroindustrie

Vor allem aufgrund von Großaufträgen aus dem Ausland verzeichnete die deutsche Elektroindustrie im Juni dieses Jahres ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Jahr 2014. Diese Zahlen meldete jetzt der Branchenverband ZVEI. Ausländische Kunden orderten insgesamt 38,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Dabei legten die Bestellungen aus der Eurozone um 19,8 Prozent und die aus Drittländern um 48,3 Prozent zu. Die Auftragseingänge aus dem Inland sind im Juni um 4,3 Prozent gestiegen. Ihre preisbereinigte Produktion haben die Elektrofirmen im Juni um 7,9 Prozent gegenüber Vorjahr ausgeweitet. Mit 15,7 Milliarden Euro haben die Erlöse in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert im Juni um 10,4 Prozent übertroffen.

Damit ergibt sich für das gesamte erste Halbjahr 2015 ein Auftragszuwachs von 6,9 Prozent gegenüber Vorjahr, im Wesentlichen getragen von der Exportkonjunktur. Die inländischen und ausländischen Bestellungen nahmen um 1,3 bzw. 11,8 Prozent zu. Die Aufträge aus dem Euroraum lagen in den ersten sechs Monaten um 6,5 Prozent höher als im Vorjahr. Aus Drittländern gingen 15,0 Prozent mehr Orders ein. Im kompletten ersten Halbjahr 2015 lagen die Branchenerlöse bei 85,9 Milliarden Euro und damit 4,2 Prozent höher als im Vorjahr. Hier standen sich ein leichter Rückgang des Inlandsumsatzes um 1,0 Prozent auf 41,0 Milliarden Euro und ein hoher Anstieg des Auslandsumsatzes um 9,1 Prozent auf 44,9 Milliarden Euro gegenüber. Die Erlöse mit Kunden aus dem Euroraum erhöhten sich um 11,9 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro, die mit Drittländern um 7,5 Prozent auf 28,1 Milliarden Euro.

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Chinas Wirtschaft wächst nur noch langsam

Forscher des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) in Kiel gehen in einer aktuellen Analyse davon aus, dass Chinas konjunkturelle Dynamik bis auf weiteres verhalten bleiben wird. Die Wirtschaft des Landes war im letzten Jahr um 7,4 Prozent gewachsen, in den ersten beiden Quartalen 2015 aber nur noch um 1,4 Prozent und 1,7 Prozent. Die Produktion werde vorerst in einem ähnlichen Tempo zulegen wie es durchschnittlich in der ersten Jahreshälfte zu verzeichnen war. So zeige der „Keqiang-Index“, der die wirtschaftliche Aktivität anhand von Energieverbrauch, Kreditvergabe und Eisenbahnfrachttonnen misst, derzeit eine ausgeprägte Abkühlung an.

Diese Abkühlung werde von Chinas Beamten und Politikern unterschätzt. Zweifel, inwieweit die offiziellen Zahlen die wirtschaftliche Expansion korrekt wiedergeben, ergäben sich auch aus der im internationalen Vergleich ungewöhnlichen Entwicklung des Verhältnisses zwischen implizitem BIP-Deflator und Verbraucherpreisindex. Sinkende Absatzzahlen der Automobilhersteller in China und die anhaltende Schwäche der chinesischen Importe seien ebenfalls Anzeichen dafür, dass die Binnenkonjunktur langsamer expandiert als offizielle Statistiken suggerierten. Einen konjunkturellen Einbruch erwarten die Forscher allerdings nicht, trotzdem stehe der chinesischen Wirtschaft ein Anpassungsprozess bevor.

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Pensionsrückstellungen belasten Unternehmen immer stärker

Die anhaltende Niedrigzinsphase belastet zunehmend auch die betriebliche Altersvorsorge. Das verdeutlicht eine aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), der mehr als 9.000 Unternehmensantworten zugrunde liegen. Der niedrige Zins verbillige zwar Investitionsfinanzierungen mit Fremdkapital, führe aber zu Kostenbelastungen durch erhöhte Pensionsrückstellungen, die in die Zukunft wirkten.

Der steigende Mittelbedarf zur Ausfinanzierung unveränderter zukünftiger Zahlungen spiegelt sich auf bilanzieller Ebene dadurch wieder, dass für die gleichen Zusagen immer höhere Pensionsrückstellungen gebildet werden müssen. Dabei zeigt die Umfrage, dass eine große Zahl von Unternehmen betroffen ist. Insgesamt muss fast jedes dritte Unternehmen (31 Prozent) hier seine Rückstellungen aufstocken. Betriebliche Altersvorsorgeleistungen sind bei Großunternehmen und dem größeren Mittelstand besonders verbreitet. 71 Prozent der antwortenden Unternehmen ab 1.000 Beschäftigten müssen ihre Vorsorge erhöhen, ebenso wie 58 Prozent der Unternehmen mit 200 bis 1.000 Mitarbeitern. weiterlesen [...]

Geschäft im Maschinenbau stagniert im ersten Halbjahr

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland lag im Juni 2015 um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau. Das Inlandsgeschäft stieg um sieben Prozent, das Auslandsgeschäft lag neun Prozent unter dem Vorjahresniveau. Diese aktuellen Zahlen meldete jetzt Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Ursache für das Minus im Juni sei ein rückläufiger Bestelleingang aus den Nicht-Euro-Ländern um 15 Prozent, so der VDMA. Diese hohe Minusrate gingen wesentlich auf einen Basiseffekt zurück: Im Juni vergangenen Jahres habe es hier ein hohes Volumen an Großanlagengeschäft gegeben.

Im gesamten ersten Halbjahr 2015 lag der Auftragseingang mit minus ein Prozent nur knapp unter seinem Vorjahresniveau. Das Gleiche gilt für die Inlandsbestellungen. Die Auslandsnachfrage stagnierte insgesamt, es gab aber große regionale Unterschiede. Minus vier Prozent bei den Orders aus den Nicht-Euro-Ländern konnten durch einen erheblichen Zuwachs in Höhe von zwölf Prozent bei den Aufträgen aus den Euro-Partner-Ländern komplett ausgeglichen werden.

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Unternehmensgründungen weiter auf niedrigem Niveau

Die Gründungstätigkeit in Deutschland bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau. Einen möglichen Grund dafür sehen das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Finanzdienstleister Creditreform in den nach wie vor guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Jahr 2013 sei die Anzahl der Gründungen im jetzt ausgewerteten Jahr 2014 aber so gut wie nicht zurückgegangen. Weiterhin habe, wie bereits im Vorjahr, der Anteil der forschungs- und wissensintensiven Gründungen zugenommen.

Im Jahr 2014 wurden laut aktuellen Berechnungen des ZEW in Deutschland circa 160.000 Unternehmen neu gegründet. Damit bleibt die Anzahl der Unternehmensgründungen seit ungefähr zwei Jahren nahezu konstant. Auffallend sei, so das ZEW, der nahezu gleiche Verlauf von Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen und den Gründungszahlen. Die guten Arbeitsmarktzahlen bewirkten eine geringe Anzahl von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus, so der DIHK-Gründerreport 2014.