Neue ConMoto-Studie zur Effektivität in der Instandhaltung

Eine aktuelle Studie der ConMoto Consulting Group untersucht die Effektivität der Instandhaltung der europäischen Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie. Die Branche verzeichnet in den Mitgliedsländern der Europäischen Union einen Jahresumsatz von 195 Milliarden Euro. Die Unternehmen geben dabei im Jahr 25,5 Milliarden Euro für die Instandhaltung aus, das sind mehr als sechs Prozent des Jahresumsatzes. Die Befragung in 26 Werken der Branche ergab erhebliche Effizienzdefizite der Instandhaltungsprozesse. Nils Blechschmidt, Senior Partner bei der ConMoto Consulting Group, beziffert das jährliche Einsparpotenzial der Branche allein in der Instandhaltung auf 9,2 Milliarden Euro.

Die möglichen Effizienzgewinne der europäischen Papier-, Zellstoff- und holzverarbeitenden Industrie sind laut den Ergebnissen der ConMoto-Studie also immens. „Derzeit sind die Unternehmen noch weit von einer erstklassigen Instandhaltung entfernt“, kritisiert Blechschmidt. In Schulnoten ausgedrückt liegen die untersuchten Produktionsstätten zwischen der Note „mangelhaft“ und „befriedigend“. Der Bewertungsdurchschnitt dieses Industriebereichs liege im Vergleich zur Best Practice gerade einmal bei 42 von 100 Prozent. „Selbst das klassenbeste Unternehmen hat mit 56 Prozent Instandhaltungsreife noch erhebliches Verbesserungspotenzial“, analysiert Blechschmidt.

Lesen Sie einen Auszug aus der Studie hier.

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Deutscher Mittelstand führt in Europa bei Umsatz und Produktivität

76 Prozent der größeren mittelständischen Unternehmen in Deutschland verzeichneten im Jahr 2013 einen höheren Umsatz als im Jahr 2012. Dem steht ein Umsatzrückgang bei nur sechs Prozent gegenüber. Diese Zahlen legte jetzt das Deutsche Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) vor. Eine Forschergruppe befragte in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister GE Capital über 4.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. An der Studie nahmen Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 20 Millionen Euro und einer Milliarde Euro teil. Damit liegt der deutsche Mittelstand im europäischen Vergleich vorn: In Großbritannien war die Umsatzentwicklung bei 74 Prozent der Unternehmen positiv und bei elf Prozent negativ. Es folgen Frankreich 67 Prozent positiv versus 16 Prozent negativ und Italien 38 Prozent positiv versus 22 Prozent negativ.

Die IfM-Studie zeigt auch, dass der deutsche Mittelstand im europäischen Vergleich den Spitzenplatz belegt. Allerdings gibt es immer noch einen deutlichen Unterschied zwischen dem industriellen Mittelstand in Ost- und Westdeutschland: Während im vergangenen Jahr im Westen die durchschnittliche Arbeitsproduktivität in den mittelständischen Industriebetrieben bei gut 238.100 Euro lag, betrug sie im Osten nur knapp 193.600 Euro – also rund 80 Prozent des westdeutschen Werts. In Relation zu den mittelständischen Industrieunternehmen in den drei anderen großen EU-Volkswirtschaften Großbritannien, Frankreich und Italien ist die Produktivität der ostdeutschen Mittelständler dennoch überdurchschnittlich: In diesen Ländern produziert ein Mitarbeiter pro Jahr im Schnitt Waren im Wert zwischen 169.200 Euro und 186.100 Euro.

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Deutsche Unternehmen suchen vergeblich nach Ingenieuren

Die deutschen Unternehmen suchen weiterhin häufig vergeblich nach gut ausgebildeten Fachkräften. Besonders die Nachfrage nach Ingenieuren ist auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich hoch. So kamen im ersten Quartal 2014 in Deutschland rund zwei offene Stellen für Ingenieure auf einen arbeitslos gemeldeten Ingenieur. Das zeigen die aktuellen Zahlen des vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (iw) erstellten Ingenieurmonitors. Die größten Engpässe gab es demnach im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Energie- und Elektrotechnik mit über drei offenen Stellen pro Arbeitslosem.

Die Studie belegt darüber hinaus deutlich spürbare regionale Differenzen. Insbesondere Unternehmen in Baden-Württemberg mit 3,43 offenen Stellen pro arbeitslosem Ingenieur, Bayern mit 2,79 offenen Stellen sowie Hessen und Niedersachsen mit Engpassrelationen von 2,67 beziehungsweise 2,48 leiden besonders unter dem Mangel an Ingenieuren. Auch in den anderen deutschen Bundesländern ist die Nachfrage nach Ingenieuren höher als das Angebot. Einzige Ausnahme ist die Region Berlin-Brandenburg: Hier ist die Zahl der arbeitslosen Ingenieure höher als die der offenen Ingenieursstellen. In Berlin-Brandenburg kommen lediglich 0,76 offene Stellen auf einen Ingenieur.

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Gesunkene Kreditnachfrage trotz steigender Investitionen

Trotz steigender Unternehmensinvestitionen nehmen die deutschen Unternehmen nicht vermehrt Kredite bei den Banken auf. Im zweiten Quartal 2014 wird das Kreditneugeschäft ein Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. So lautet das zentrale Ergebnis des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks. Erst in der zweiten Jahreshälfte rechnet die öffentliche Bankengruppe mit einer Belebung. Als einen Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Kreditnachfrage nennt die KfW die finanzielle Unabhängigkeit der Unternehmen durch die Investitionen aus Eigenmitteln finanziert werden könnten. Der Unternehmenssektor als Ganzes sei in den vergangenen Jahren zum Nettosparer geworden.

Für das zweite Halbjahr 2014 erwartet die KfW eine steigende Kreditnachfrage aufgrund von Erweiterungsinvestitionen, die seltener aus Eigenmitteln bestritten würden. Durch die gute Konjunktur wüchsen im weiteren Jahresverlauf die Unternehmensinvestitionen weiter. Für Gesamtjahr 2014 prognostizieren die KfW-Experten ein Plus von fünf Prozent. Zugleich würden sich die schon jetzt leicht überdurchschnittliche Kapazitätsauslastung der Betriebe noch stärker verbessern.

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USA sind weiter wichtigster Investitionspartner der EU

Die 28 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU-28) haben im vergangenen Jahr 341 Milliarden Euro in Drittländern investiert. Dem stehen 327 Milliarden Euro an Direktinvestitionen aus Drittländern innerhalb der EU gegenüber. Die 18 Mitgliedsländer des Euroraums (EU-18) tätigten in 2013 Auslandsinvestitionen in Höhe von 324 Milliarden Euro, während Drittländer im Euroraum 299 Milliarden Euro investierten. Diese Zahlen legte jetzt das statistische Amt der Europäischen Union (Eurostat) vor.

Die bei weitem höchste Investitionssumme aus der EU-28 floss dabei mit 159 Milliarden Euro in die USA, gefolgt von den Offshore-Finanzzentren (40 Milliarden), Brasilien (36 Milliarden), der Schweiz (24 Milliarden), Hongkong (10 Milliarden) und China (8 Milliarden). Die USA waren mit Investitionen in Höhe von 313 Milliarden Euro auch mit Abstand der größte Investor in die EU-28, gefolgt von Brasilien (21 Milliarden), der Schweiz (18 Milliarden), Japan (10 Milliarden), Hongkong und Russland (je 8 Milliarden).

Maschinenbauer kritisieren Belastung der Eigenstromversorgung

Eine Beteiligung der Eigenstromversorgung an der EEG-Umlage von bis zu 40 Prozent gefährdet nach Ansicht des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Wirtschaftlichkeit der Anlagen massiv. Stattdessen spricht sich der Verband weiterhin für eine verursachungsgerechte Beteiligung bei Eigenstromanlagen aus. Es sei wichtig, die Eigennutzung nicht nur als Kostenfaktor innerhalb des Erneuerbaren-Energie-Gesetzes zu sehen. Gerade im Falle von Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung sei die Eigenerzeugung kein Selbstzweck, sondern eine wichtige Säule, um die Klimaschutzziele zu erreichen. Für vertretbar hält der VDMA eine Belastung von Eigenstromanlagen mit 25 Prozent.

Die Skepsis des Verbandes zur EEG-Neuregelung spiegelt sich auch im Meinungsbild seiner Mitglieder wider. Bei der aktuellen Umfrage des „Energiewende-Barometers Maschinenbau“ gaben nur noch elf Prozent der Unternehmen an, eine Eigenstromversorgung zu planen. 60 Prozent der befragten Unternehmen, die nicht auf die Versorgung mit Eigenstrom setzen. kritisieren die geplante Regelung einer Beteiligung des Eigenstroms an der EEG-Umlage. Ihrer Einschätzung nach wird der Betrieb einer Eigenstromversorgung durch die neue Regelung unwirtschaftlich.

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