Neue ConMoto-Projektstudie: Steigerung der Produktionseffizienz in der Chemie- und Pharmaindustrie

In kaum einer Branche kommt den Produktionsanlagen und Maschinen eine derart große Bedeutung zu wie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Dennoch stehen in vielen Betrieben die Anlagen zu häufig still. Ursache ist oftmals eine unzureichende Instandhaltung – damit verschwenden die Unternehmen Milliarden. Genau hier gilt es jetzt anzusetzen und die machbaren Effizienzpotentiale zu heben. Bis zu 60 Prozent der gesamten Produktionskosten können somit direkt und indirekt durch die Effizienz des Instandhaltungs- und Asset Managements beeinflusst werden. „Dies liegt vor allem an den kapitalintensiven Produktionsanlagen und einem in der Regel geringeren Personalkostenanteil an den Herstellungskosten“, unterstreicht Nils Blechschmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der ConMoto Consulting Group. Darüber hinaus stellen oftmals „maßgeschneiderte“ und gefahrgeneigte Prozesse sowie Produktionsequipment mit gering ausgeprägter technischer Standardisierung sehr hohe Anforderungen an die Instandhalter. In der neuesten Projektstudie Chemie und Pharma analysierte ConMoto die Leistungsfähigkeit von 67 unterschiedlichen Betrieben in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, USA, Brasilien und Indien und zeigt zugleich wie es besser geht.

Lesen Sie einen Auszug aus der Studie hier. 

Arbeitskosten: Starke Ost-West-Unterschiede im Verarbeitenden Gewerbe

Im Jahr 2012 betrugen in Deutschland die Arbeitskosten je geleistete Stunde durchschnittlich 30,70 Euro. In Ostdeutschland lagen die Arbeitskosten mit 23,45 Euro um 26,6 Prozent unter dem Niveau Westdeutschlands einschließlich Berlin, wo 31,94 Euro je geleistete Stunde gezahlt wurden. Diese Zahlen stellte jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis) vor. Der größte Abstand zwischen Ost und West besteht mit 37,8 Prozent im Verarbeitenden Gewerbe, also dem Bereich, der am stärksten im Wettbewerb steht. Zum Vergleich: Im öffentlichen Bereich beträgt der Unterschied bei den Arbeitskosten nur 5,0 Prozent.

Eine der Ursache für die weiterhin bestehende Differenz der Arbeitskosten in den alten und neuen Bundesländern liegt in der Unternehmensgröße. 2012 waren im Verarbeitenden Gewerbe die Arbeitskosten großer Unternehmen (1.000 und mehr Beschäftigte) sowohl in Ost- als auch in Westdeutschland etwa doppelt so hoch wie die Arbeitskosten kleiner Unternehmen (10 bis 49 Beschäftigte). Der Beschäftigtenanteil in Großunternehmen ist in Westdeutschland mit 36 Prozent gut 2,5 Mal so hoch wie in Ostdeutschland mit 14 Prozent. In den ersten Jahren der Vereinigung war der Arbeitskostenabstand der Branche relativ schnell geschrumpft – von 53,4 Prozent im Jahr 1992 auf 42,7 Prozent 1996. Seitdem vollzieht sich die Annäherung erheblich langsamer: Seit 2000 ging der Unterschied von 42,2 Prozent auf die aktuellen 37,8 Prozent zurück.

Deutscher Mittelstand führt in Europa bei Umsatz und Produktivität

76 Prozent der größeren mittelständischen Unternehmen in Deutschland verzeichneten im Jahr 2013 einen höheren Umsatz als im Jahr 2012. Dem steht ein Umsatzrückgang bei nur sechs Prozent gegenüber. Diese Zahlen legte jetzt das Deutsche Institut für Mittelstandsforschung Bonn (IfM) vor. Eine Forschergruppe befragte in Zusammenarbeit mit dem Finanzdienstleister GE Capital über 4.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien. An der Studie nahmen Unternehmen mit einem Jahresumsatz zwischen 20 Millionen Euro und einer Milliarde Euro teil. Damit liegt der deutsche Mittelstand im europäischen Vergleich vorn: In Großbritannien war die Umsatzentwicklung bei 74 Prozent der Unternehmen positiv und bei elf Prozent negativ. Es folgen Frankreich 67 Prozent positiv versus 16 Prozent negativ und Italien 38 Prozent positiv versus 22 Prozent negativ.

Die IfM-Studie zeigt auch, dass der deutsche Mittelstand im europäischen Vergleich den Spitzenplatz belegt. Allerdings gibt es immer noch einen deutlichen Unterschied zwischen dem industriellen Mittelstand in Ost- und Westdeutschland: Während im vergangenen Jahr im Westen die durchschnittliche Arbeitsproduktivität in den mittelständischen Industriebetrieben bei gut 238.100 Euro lag, betrug sie im Osten nur knapp 193.600 Euro – also rund 80 Prozent des westdeutschen Werts. In Relation zu den mittelständischen Industrieunternehmen in den drei anderen großen EU-Volkswirtschaften Großbritannien, Frankreich und Italien ist die Produktivität der ostdeutschen Mittelständler dennoch überdurchschnittlich: In diesen Ländern produziert ein Mitarbeiter pro Jahr im Schnitt Waren im Wert zwischen 169.200 Euro und 186.100 Euro.

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Deutsche Unternehmen suchen vergeblich nach Ingenieuren

Die deutschen Unternehmen suchen weiterhin häufig vergeblich nach gut ausgebildeten Fachkräften. Besonders die Nachfrage nach Ingenieuren ist auf dem Arbeitsmarkt überdurchschnittlich hoch. So kamen im ersten Quartal 2014 in Deutschland rund zwei offene Stellen für Ingenieure auf einen arbeitslos gemeldeten Ingenieur. Das zeigen die aktuellen Zahlen des vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (iw) erstellten Ingenieurmonitors. Die größten Engpässe gab es demnach im Maschinen- und Fahrzeugbau sowie in der Energie- und Elektrotechnik mit über drei offenen Stellen pro Arbeitslosem.

Die Studie belegt darüber hinaus deutlich spürbare regionale Differenzen. Insbesondere Unternehmen in Baden-Württemberg mit 3,43 offenen Stellen pro arbeitslosem Ingenieur, Bayern mit 2,79 offenen Stellen sowie Hessen und Niedersachsen mit Engpassrelationen von 2,67 beziehungsweise 2,48 leiden besonders unter dem Mangel an Ingenieuren. Auch in den anderen deutschen Bundesländern ist die Nachfrage nach Ingenieuren höher als das Angebot. Einzige Ausnahme ist die Region Berlin-Brandenburg: Hier ist die Zahl der arbeitslosen Ingenieure höher als die der offenen Ingenieursstellen. In Berlin-Brandenburg kommen lediglich 0,76 offene Stellen auf einen Ingenieur.

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Gesunkene Kreditnachfrage trotz steigender Investitionen

Trotz steigender Unternehmensinvestitionen nehmen die deutschen Unternehmen nicht vermehrt Kredite bei den Banken auf. Im zweiten Quartal 2014 wird das Kreditneugeschäft ein Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen. So lautet das zentrale Ergebnis des aktuellen KfW-Kreditmarktausblicks. Erst in der zweiten Jahreshälfte rechnet die öffentliche Bankengruppe mit einer Belebung. Als einen Grund für die Zurückhaltung der Unternehmen bei der Kreditnachfrage nennt die KfW die finanzielle Unabhängigkeit der Unternehmen durch die Investitionen aus Eigenmitteln finanziert werden könnten. Der Unternehmenssektor als Ganzes sei in den vergangenen Jahren zum Nettosparer geworden.

Für das zweite Halbjahr 2014 erwartet die KfW eine steigende Kreditnachfrage aufgrund von Erweiterungsinvestitionen, die seltener aus Eigenmitteln bestritten würden. Durch die gute Konjunktur wüchsen im weiteren Jahresverlauf die Unternehmensinvestitionen weiter. Für Gesamtjahr 2014 prognostizieren die KfW-Experten ein Plus von fünf Prozent. Zugleich würden sich die schon jetzt leicht überdurchschnittliche Kapazitätsauslastung der Betriebe noch stärker verbessern.

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