Erfolgreiche Produktionssysteme – Produktivitätssprünge durch gleichzeitige Beschleunigung und Fehlervermeidung

Demographischer Wandel, Globalisierung sowie die Vernetzung von Waren- und Datenfluss (Industrie 4.0) haben erheblichen Einfluss auf die gesamte produzierende Industrie – gleich ob Einzel-, Serienfertiger oder Prozessindustrie. Die aktuelle ConMoto Projektstudie „Beschleunigen Sie Ihr Unternehmen“ zeigt anhand von mehr als 100 Optimierungsprojekten der vergangenen fünf Jahre, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. So ist insbesondere auf dem Weg zur Industrie 4.0 noch viel an Basisarbeit zu leisten, sowohl bei  mittelständischen Unternehmen als auch bei Großkonzernen.

Die untersuchten Optimierungsprojekte konzentrierten sich dabei auf die beiden Faktoren Geschwindigkeit und Qualitätsverbesserung. Dieser Ansatz basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Ein Produktionssystem ist umso effizienter, je schneller es arbeitet und je geringer die Fehlerrate ist. Entscheidend ist es, diese Erkenntnis auch umzusetzen.

Die Ergebnisse der Projektstudie belegen an Zahlen, wie das funktioniert: Je nach Fertigungstyp konnten EBIT-Zuwächse zwischen 4,5 und 9,0 Prozentpunkte erreicht werden. „Solche Produktivitätssprünge lassen sich nur erzielen, wenn das gesamte Produktionssystem und nicht nur Teile davon in Optimierungsprozesse einbezogen werden“, bestätigt Dr.-Ing. Ralf Feierabend, Geschäftsführender Gesellschafter von ConMoto. Die Studie beschreibt den ganzheitlichen Verbesserungsansatz, der Fehler eliminiert und das Produktionssystem über alle Wertschöpfungsstufen auf volle Geschwindigkeit bringt. Mehr…

Elektroindustrie mit Quartalsplus von sechs Prozent

Getrieben durch Großaufträge hat die deutsche Elektroindustrie im März 2015 17,9 Prozent mehr Bestellungen eingesammelt als vor einem Jahr. Das belegen die jetzt vom Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) veröffentlichten Zahlen. Die Inlandsaufträge legten um 22,1 Prozent zu, die Auslandsaufträge stiegen um 14,0 Prozent. Die Bestellungen aus der Eurozone erhöhten sich um 13,2 Prozent, die Aufträge aus Drittländern übertrafen ihr Vorjahresniveau um 14,6 Prozent. „Indem der hohe Bestellzuwachs im März die vorherigen leichten Rückgänge im Januar und Februar weit überkompensiert hat, kamen die Auftragseingänge in der Branche im gesamten ersten Quartal 2015 auf ein Plus von 6,0 Prozent gegenüber Vorjahr“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Die Inlandsaufträge zogen in den ersten drei Monaten um 3,8 Prozent und die Auslandsaufträge um 8,1 Prozent an. Kunden aus dem Euroraum orderten 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Aus Drittländern gingen um 11,3 Prozent höhere Bestellungen ein. Im Gegensatz zu Januar und Februar hat die um Preiseffekte bereinigte Produktion der Elektrounternehmen im März dieses Jahres ebenfalls spürbar zugenommen. Sie stieg um 6,6 Prozent gegenüber Vorjahr. Von Januar bis März 2015 hat sie ihr entsprechendes Vorjahresniveau um 2,2 Prozent übertroffen.

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Positive Geschäftsentwicklung für Elektronikproduktion im Maschinenbau

Der aktuellen Geschäftsklima-Umfrage des VDMA Fachverbandes Productronic zufolge erwarten die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Elektronikproduktion einen Umsatzzuwachs von 2,8 Prozent für das laufende Jahr und ein Umsatzwachstum von 6,3 Prozent für 2016. Nach dem Rekordjahr 2014 mit knapp zehn Prozent Plus erwartet die Branche damit weiterhin gute Geschäften.

Der Exportanteil im Elektronik-Maschinenbau ist größer als 80 Prozent. Erstmals ermöglicht nun die Geschäftsklima-Umfrage von VDMA Productronic eine Aufschlüsselung der Zielmärkte nach Regionen. Mit mehr als 38 Prozent liegt der Schwerpunkt bei den EU-Mitgliedsländern, allerdings fällt darunter auch die Lieferung von Komponenten für Maschinen, die zu einem erheblichen Teil für den asiatischen Markt bestimmt sind. Asien liegt wenig überraschend dicht hinter der EU mit gut 35 Prozent. Hinter Nordamerika mit fast zwölf Prozent hat der lateinamerikanische Markt mit vier Prozent eine signifikante Größe erreicht.

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Gut ein Drittel der Mittelständler vor Generationswechsel

Dem deutschen Mittelstand steht ein erheblicher Generationswechsel bevor. Gut ein Drittel der Inhaber mittelständischer Firmen ist 55 Jahre oder älter. Mit dem Näherrücken des Ruhestandsalters stellt sich die Frage nach dem Fortbestand des Unternehmens. Wie KfW Research auf Basis des repräsentativen KfW-Mittelstandspanels jetzt erstmalig ermittelte, planen bis zum Jahr 2017 die Chefs von rund 580.000 mittelständischen Firmen die Übergabe oder den Verkauf an einen Nachfolger. Das ist jeder sechste Mittelständler in Deutschland. Etwa vier Millionen Arbeitsplätze hängen vom Gelingen dieser Unternehmensnachfolgen ab.

Bei den Nachfolgeplanungen besteht eine leichte Präferenz für familieninterne Lösungen. Laut KfW Research wollen derzeit neun Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen die Nachfolge innerhalb der Familie organisieren, sieben Prozent der Alteigentümer suchen extern. Hier kommen etwa ein Verkauf an einen Mitarbeiter, ein anderes Unternehmen oder einen Finanzinvestor in Frage. Betroffen vom anstehenden Generationswechsel sind alle Segmente der mittelständischen Wirtschaft. Seit 2002 ist der Anteil der über 55-Jährigen Unternehmensinhaber um 16 Prozentpunkte auf 36 Prozent gestiegen, in der Gesamtbevölkerung legte diese Altersgruppe um nur vier Prozentpunkte auf 38 Prozent zu.

Norwegen ist die sicherste Liefernation

Norwegen ist das Land, das das geringste Risiko für Lieferausfälle bietet. Auf der vom Industrieversicherer FM Global weltweit ermittelten Rangliste folgen die Schweiz und Holland auf den Rängen zwei und drei. Deutschland belegt in dieser Tabelle für Lieferantenzuverlässigkeit den sechsten Platz. Für den Global Resilience Index erhob eine detaillierte Studie Daten in 130 Ländern. Untersucht wurde die Anfälligkeit der Länder für die Unterbrechung der Lieferkette anhand der ökonomischen Performance, der Qualität der Supply Chain und anderer Risikofaktoren.

In dieser zweiten Ausgabe des Global Resilience Index liegen erneut sechs europäische Länder vorne. Es folgen Qatar, Kanada, Finnland und die Region Mittlerer Westen in den USA. Der Index berücksichtigt harte Faktoren, wie den Zustand der Infrastruktur aber auch weiche Faktoren wie die Zuverlässigkeit lokaler Zulieferer oder politische und rechtliche Risiken. Darüber hinaus werden auch natürliche Risiken durch Gefahren wie Überschwemmungen oder Erdbeben berechnet. Deshalb sind Länder wie China und die USA in drei Regionen unterteilt.

Mehr deutsche Unternehmen investieren aus Kostengründen im Ausland

Steigender Kostendruck am Standort Deutschland bewegt im zweiten Jahr in Folge mehr Unternehmer dazu, jenseits der Landesgrenzen zu investieren. Das Investitionsmotiv Kosten gewinnt weiter an Gewicht. Das ist ein zentrales Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK). So planen 23 Prozent der auslandsaktiven Unternehmen ihre Investitionen mittlerweile aus diesem Grund. Das ist ein Anstieg um zwei Prozent im Vergleich zu 2014. In den Jahren zuvor hatte das Kostenmotiv kontinuierlich an Bedeutung verloren. 2003 gaben noch 42 Prozent der Unternehmen an, aus Kostengründen im Ausland investieren zu wollen. Der aktuelle, nunmehr zweite Anstieg in Folge zeugt davon, dass sich die wieder verschlechterte Kostenstruktur hierzulande, insbesondere durch hohe Energiepreise, steigende Arbeits- und Bürokratiekosten, mittlerweile in den längerfristigen Planungen der Unternehmen niederschlägt. Bemerkenswert ist, dass über 40 Prozent aller Unternehmen, die aus Kostengründen investieren, dies mittlerweile in der EU-15 tun. Zu den EU-15 gehören alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union vor der sogenannten Ost-Erweiterung im Jahr 2004.

Mit Blick auf die Investitionsregionen landen die EU-15-Länder so erneut auf dem ersten Platz. 47 Prozent der Industriebetriebe und damit so viele wie nie zuvor entscheiden sich für Investitionen in dieser Region. Nach dem rasanten Wachstum von 2013 auf 2014 (40 auf 46 Prozent) können diese Länder damit abermals punkten. Der langjährige Spitzenreiter China kann um drei auf 45 Prozent zulegen, landet aber „nur“ auf Rang zwei. Nordamerika erzielt mit einem deutlichen Plus von sechs Prozentpunkten den höchsten Zugewinn an neuen deutschen Investoren und etabliert damit seinen dritten Rang. Ähnlich dynamisch entwickelt sich nur noch die Region „Asien ohne China“: 28 Prozent aller deutschen Industriebetriebe mit Auslandsbezug investieren hier – fünf Punkte mehr als noch 2014.

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