Erfolgreiche Produktionssysteme – Produktivitätssprünge durch gleichzeitige Beschleunigung und Fehlervermeidung

Demographischer Wandel, Globalisierung sowie die Vernetzung von Waren- und Datenfluss (Industrie 4.0) haben erheblichen Einfluss auf die gesamte produzierende Industrie – gleich ob Einzel-, Serienfertiger oder Prozessindustrie. Die aktuelle ConMoto Projektstudie „Beschleunigen Sie Ihr Unternehmen“ zeigt anhand von mehr als 100 Optimierungsprojekten der vergangenen fünf Jahre, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. So ist insbesondere auf dem Weg zur Industrie 4.0 noch viel an Basisarbeit zu leisten, sowohl bei  mittelständischen Unternehmen als auch bei Großkonzernen.

Die untersuchten Optimierungsprojekte konzentrierten sich dabei auf die beiden Faktoren Geschwindigkeit und Qualitätsverbesserung. Dieser Ansatz basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Ein Produktionssystem ist umso effizienter, je schneller es arbeitet und je geringer die Fehlerrate ist. Entscheidend ist es, diese Erkenntnis auch umzusetzen.

Die Ergebnisse der Projektstudie belegen an Zahlen, wie das funktioniert: Je nach Fertigungstyp konnten EBIT-Zuwächse zwischen 4,5 und 9,0 Prozentpunkte erreicht werden. „Solche Produktivitätssprünge lassen sich nur erzielen, wenn das gesamte Produktionssystem und nicht nur Teile davon in Optimierungsprozesse einbezogen werden“, bestätigt Dr.-Ing. Ralf Feierabend, Geschäftsführender Gesellschafter von ConMoto. Die Studie beschreibt den ganzheitlichen Verbesserungsansatz, der Fehler eliminiert und das Produktionssystem über alle Wertschöpfungsstufen auf volle Geschwindigkeit bringt. Mehr…

Unternehmensgründungen weiter auf niedrigem Niveau

Die Gründungstätigkeit in Deutschland bleibt weiterhin auf niedrigem Niveau. Einen möglichen Grund dafür sehen das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und der Finanzdienstleister Creditreform in den nach wie vor guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Im Vergleich zum Jahr 2013 sei die Anzahl der Gründungen im jetzt ausgewerteten Jahr 2014 aber so gut wie nicht zurückgegangen. Weiterhin habe, wie bereits im Vorjahr, der Anteil der forschungs- und wissensintensiven Gründungen zugenommen.

Im Jahr 2014 wurden laut aktuellen Berechnungen des ZEW in Deutschland circa 160.000 Unternehmen neu gegründet. Damit bleibt die Anzahl der Unternehmensgründungen seit ungefähr zwei Jahren nahezu konstant. Auffallend sei, so das ZEW, der nahezu gleiche Verlauf von Arbeitslosenquote aller zivilen Erwerbspersonen und den Gründungszahlen. Die guten Arbeitsmarktzahlen bewirkten eine geringe Anzahl von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus, so der DIHK-Gründerreport 2014.

Maschinenbau Ost: Auslastung und Aufträge stagnieren

Zwar bewertet die große Mehrheit der Unternehmen im ostdeutschen Maschinenbau die eigene Lage positiv, obwohl wichtige Indikatoren stagnieren. Das ergab die Konjunkturumfrage für das zweite Quartal 2015 unter den 350 Mitgliedern des VDMA-Landesverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die durchschnittliche Auslastung der Produktionskapazitäten lag bei knapp 87 Prozent und war nahezu identisch mit der zu Jahresbeginn. Ein ebenso stabiles Ergebnis zeigte sich beim Auftragspolster. Im Durchschnitt reichten die vorhandenen Aufträge der Unternehmen für 4,1 Produktionsmonate.

Sieht man sich die Zahlen etwas genauer an, verzeichneten 63 von 100 Betrieben eine überdurchschnittliche Kapazitätsauslastung – gleichzeitig stieg die Zahl der Firmen mit einer Maschinenauslastung unter 80 Prozent (25 von 100 Firmen). Die meisten Betriebe (42 Prozent) wiesen einen Auftragsvorlauf von zwei und drei Monaten auf. 37 Prozent und damit vergleichsweise viele Firmen verfügten über einen überdurchschnittlich hohen Auftragsvorlauf. Eine nur geringe Planungssicherheit haben hingegen 12 Prozent der Befragten.  Die Zahl der Maschinenbauer, die im zweiten Quartal 2015 einen besseren Auftragsbestand registrierten, sank von 36 auf etwa 26 Prozent. Auffallend hoch war indes die Zahl der Betriebe mit weniger Aufträgen (32 Prozent).

Weitgehend unberührt von der konjunkturellen Entwicklung gestalten die ostdeutschen Maschinenbau-Unternehmen ihre Personalpolitik. Demnach wollen in den kommenden sechs Monaten 63 von 100 Unternehmen ihre aktuelle Mitarbeiterzahl aufrechterhalten, fast ein Viertel aller Betriebe plant Neueinstellungen. Die zurückhaltende Auftragsvergabe macht sich nur moderat bemerkbar. 14 von 100 Firmen erwägen einen Personalabbau, kaum mehr als bisher.

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Schlechte Stimmung beim exportorientierten Mittelstand

Die Stimmung der kleinen und mittleren Unternehmen hat sich im Juni spürbar eingetrübt, wie das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer belegt. Das Geschäftsklima im deutschen Mittelstand fällt im Juni um 1,3 Zähler auf 14,4 Saldenpunkte. Beide Komponenten sind im Minus: Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage verschlechtert sich um 2,1 Zähler auf 22,1 Saldenpunkte. Der Ausblick trübt sich leicht ein, die Erwartungen der Mittelständler sinken um 0,5 Zähler auf 6,4 Saldenpunkte.

Beim Blick in die Branchen zeigt sich: Die Stimmungsverschlechterung im Mittelstand ist ausschließlich auf die relativ kräftige Klimaeintrübung im Verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel zurückzuführen – ein starkes Indiz, dass sie in erster Linie auf das europäische und internationale Umfeld zurückzuführen ist, da beide Wirtschaftsbereiche exportsensitiv sind. Demgegenüber zieht das Geschäftsklima im mittelständischen Einzelhandel auf bereits sehr hohem Niveau nochmals leicht (+0,1 Zähler auf 21,2 Saldenpunkte) und beim Bau sogar kräftig an (+2,7 Zähler auf 21,3 Saldenpunkte). Damit führen die beiden am stärksten auf die Binnenwirtschaft ausgerichteten Branchen die Stimmungstabelle im Juni mit großem Abstand an und belegen so einmal mehr die gute Verfassung der heimischen Nachfrage.

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Handel zwischen der EU und China nimmt weiter stark zu

Der Wert der Wareneinfuhren aus China in die Europäische Union (EU) ist in den vergangenen zehn Jahren erheblich gestiegen. Das belegen aktuelle Zahlen des EU-Statistikamtes Eurostat. Betrug er 2004 noch 129,2 Milliarden Euro, so erreichte er 2014 einen Höchststand von 302,5 Milliarden Euro. Die Exporte haben sich im selben Zeitraum mehr als verdreifacht und erreichten im vergangenen Jahr 164,7 Milliarden Euro. Bei den gehandelten Waren handelt es sich vor allem um Industrieerzeugnisse. Sie machen 97 Prozent der Einfuhren aus China und 86 Prozent der Ausfuhren nach China aus. Das während dieser zehn Jahre bestehende Handelsdefizit der EU mit China verringerte sich zwischen 2010 bis 2013 und stieg im Jahr 2014 wieder an, und zwar auf -137,7 Milliarden Euro.

China ist nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Handelspartner der EU. 2014 entfielen 14 Prozent des gesamten Warenhandels der EU mit Drittländern auf China, im Jahr 2004 waren es lediglich neun Prozent. In diesen zehn Jahren stieg der Anteil Chinas an den Extra-EU-Einfuhren von 12,6 Prozent im Jahr 2004 auf 18,0 Prozent im Jahr 2014, sein Anteil an den Ausfuhren verdoppelte sich nahezu von 5,1 Prozent im Jahr 2004 auf 9,7 Prozent im Jahr 2014.

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Auslandsgeschäft der Elektroindustrie zieht weiter an

Für die deutsche Elektroindustrie meldet der Branchenverband ZVEI weiter steigende Exporte. Im April 2015 sind die Ausfuhren der Branche um 6,0 Prozent gegenüber Vorjahr auf 13,5 Milliarden Euro gestiegen. Damit hat sich der Aufwärtstrend im Vergleich zum ersten Quartal 2015 etwas abgeschwächt. Von Januar bis einschließlich März lagen die deutschen Elektroausfuhren mit 56,7 Milliarden Euro sogar um 7,2 Prozent höher als vor einem Jahr. Gleichzeitig entwickelten sich die Importe noch dynamischer: Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland zogen sowohl im April (+13,2 Prozent gegenüber Vorjahr auf 12,5 Milliarden Euro) als auch im gesamten ersten Quartal (+12,2 Prozent auf 51,6 Mrd. Euro) zweistellig an.

Die Elektro-Auslandslieferungen in die Eurozone erhöhten sich im April unterdurchschnittlich um 1,0 Prozent und in den Monaten Januar bis März um 2,8 Prozent. Dabei zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. Die Branchenexporte in Drittländer außerhalb der Eurozone haben ihren Vorjahreswert im April um 6,9 Prozent übertroffen. Allerdings wirken sich wie in anderen Branchen auch in der Elektroindustrie die Sanktionen für das Russlandgeschäft stark negativ aus: Mit 220,7 Millionen Euro verfehlten sie ihr Vorjahreslevel im April um 40,2 Prozent.

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