Neue ConMoto-Projektstudie: Steigerung der Produktionseffizienz in der Chemie- und Pharmaindustrie

In kaum einer Branche kommt den Produktionsanlagen und Maschinen eine derart große Bedeutung zu wie in der chemischen und pharmazeutischen Industrie. Dennoch stehen in vielen Betrieben die Anlagen zu häufig still. Ursache ist oftmals eine unzureichende Instandhaltung – damit verschwenden die Unternehmen Milliarden. Genau hier gilt es jetzt anzusetzen und die machbaren Effizienzpotentiale zu heben. Bis zu 60 Prozent der gesamten Produktionskosten können somit direkt und indirekt durch die Effizienz des Instandhaltungs- und Asset Managements beeinflusst werden. „Dies liegt vor allem an den kapitalintensiven Produktionsanlagen und einem in der Regel geringeren Personalkostenanteil an den Herstellungskosten“, unterstreicht Nils Blechschmidt, Geschäftsführender Gesellschafter der ConMoto Consulting Group. Darüber hinaus stellen oftmals „maßgeschneiderte“ und gefahrgeneigte Prozesse sowie Produktionsequipment mit gering ausgeprägter technischer Standardisierung sehr hohe Anforderungen an die Instandhalter. In der neuesten Projektstudie Chemie und Pharma analysierte ConMoto die Leistungsfähigkeit von 67 unterschiedlichen Betrieben in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Frankreich, USA, Brasilien und Indien und zeigt zugleich wie es besser geht.

Lesen Sie einen Auszug aus der Studie hier. 

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Branchenreport: Stabile Ertragslage im Maschinenbau 2015

Laut einer aktuellen Prognose der Commerzbank wird die deutsche Maschinenbauindustrie im Jahr 2015 durch eine leicht anziehende Nachfrage in ihrem wichtigsten Absatzmarkt Europa gestützt. Auch die Nachfrage in den USA sowie in den Emerging Markets werde zulegen und zur stabilen Ertragslage einer der wichtigsten deutschen Branchen beitragen. Nach einer Seitwärtsbewegung im laufenden Jahr werde die Produktion 2015 um knapp drei Prozent wachsen, so die Vorhersage. Dies sind Kernergebnisse des neuen Branchenberichts Maschinenbau der Commerzbank.

Neben der stärkeren Konzentration des Marktsegments im Mid-Tech-Bereich verweist der Bericht auch auf den Stellenwert von Kostenkontrolle und Flexibilität für die weitere Entwicklung der Branche. Der Personalkostenanteil ist im Maschinenbau im Vergleich zum Verarbeitenden Gewerbe hoch, denn wegen des Bedarfs an qualifizierten Mitarbeitern (Facharbeiter und Ingenieure) sind die Kosten je Beschäftigten überdurchschnittlich. Die Unternehmen managen das durch eine stärkere Flexibilisierung der Arbeit. Der Branchenbericht nennt Gesichtspunkte wie flexible Arbeitszeitkonten und Lebensarbeitszeitmodelle, um Produktivitätspotenziale zu heben und auf Nachfrageschwankungen reagieren zu können.

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Die Straße weiter mit Abstand wichtigster Transportweg

Die Straße ist in der Europäischen Union (EU) nach wie vor der wichtigste Transportweg für Güter und Waren. Zwischen 2007 und 2012 wurden gut drei Viertel des inländischen Güterverkehrs (75,4 Prozent) in den 28 EU-Staaten auf der Straße transportiert. Ein Viertel des Verkehrs fließt dabei auf deutschen Straßen. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das Statistikamt der EU Eurostat. 2012 belief sich der gesamte Güterverkehr innerhalb der EU auf 2,182 Milliarden Tonnenkilometer. Im Vergleich zu 2007 bedeutet das einen Rückgang um 11,7 Prozent. Diese Entwicklung ändert jedoch nichts an der überragenden Bedeutung der Straße als Verkehrsweg für Güter. Der Schienenverkehr (18,6 Prozent) und die Schifffahrt (6,9 Prozent) spielten auch 2012 eine deutlich untergeordnete Rolle.

Die Deutschland nimmt aufgrund seiner Fläche, seiner geografischen Lage und der Stärke des verarbeitenden Gewerbes für den Güterverkehr auf der Straße eine Sonderstellung in Europa ein. Auf den deutschen Verkehrsanteil von 25 Prozent folgen mit Abstand Frankreich (15,8 Prozent), Spanien (10,4 Prozent), das Vereinigte Königreich (10,2 Prozent), Italien (8,6 Prozent) und Polen (7,9 Prozent).

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DIW: Leichtes Wachstum der Produktion bei geringer Dynamik

Die deutsche Wirtschaft ist nach dem Rückgang bei der Produktion im zweiten Quartal 2014 im dritten Vierteljahr dieses Jahres wieder leicht – nämlich um 0,2 Prozent – gewachsen. Das belegt das aktuelle Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) an, das mit einem Wert von knapp 102 Indexpunkten ein Wirtschaftswachstum leicht über dem langjährigen Trend anzeigt. Der Index gab allerdings etwas nach; dies dürfte auch eine Abkühlung der weltwirtschaftlichen Dynamik widerspiegeln.

Der insgesamt optimistische Ausblick des Barometers gründet sich vor allem auf eine günstigere Einschätzung der Aktivität im verarbeitenden Gewerbe. Die Forscher gehen davon aus, dass die guten Daten aus dem Juli die Dynamik erheblich überzeichnen, da sie zu einem guten Teil auf den Einfluss der späten Sommerferien zurückzuführen seien. Die Produktion im August und September dürfte, so die Einschätzung, wesentlich geringer ausgefallen sein als im Juli. Die Wirtschaft werde daher laut einer Prognose des DIW etwas schwächer expandieren als der Index eigentlich nahelegt.

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Einkaufsmanager-Index auf 15-Monatstief

Der deutsche Einkaufsmanager-Index liegt seit mittlerweile anderthalb Jahren über das Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Allerdings vergrößerte sich im September die Kluft zwischen Industrie- und Servicesektor weiter. Das signalisiert der aktuelle Index, den der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) jetzt als Vorabschätzung veröffentlicht hat. Während die Geschäftstätigkeit im Servicesektor demnach sogar leicht zulegen konnte, sank die Produktionssteigerungsrate in der Industrie auf ein 15-Monatstief. Der Gesamtindex liegt bei voraussichtlich 50,3 Punkten, ein 15-Monatstief. im August waren es noch 51,4 Punkte.

Der Teilindex Leistung (Verarbeitendes Gewerbe) sank im September auf 51,1 Punkte nach 51,5 Punkten im Vormonat. Damit fiel das Produktionswachstum in der Industrie so schwach aus wie zuletzt im April 2013. Der Teilindex Auftragseingang stieg dagegen erneut, allerdings verringerte sich die Zuwachsrate zum vierten Mal hintereinander und fiel so niedrig aus wie zuletzt vor einem Jahr. Verantwortlich hierfür war nach Angaben des BME das Verarbeitende Gewerbe, da viele Unternehmen wegen der Konjunktureintrübung erstmals seit Juni 2013 wieder Einbußen hinnehmen mussten. Ungeachtet dessen beschleunigte sich der Stellenaufbau in der deutschen Wirtschaft gegenüber August leicht.

Investitionshemmnisse Steuern, IT-Infrastruktur, Energiekosten

Die deutschen Industrieunternehmen bewerten die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschlands differenziert. In seiner aktuellen Studie zum Industriestandort Deutschland befragte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) 1.300 Unternehmen zu 24 Standortfaktoren. Die Notenskala reichte von 1,0 „klarer Wettbewerbsvorteil bis zu 6,0 „nicht wettbewerbsfähig“. Während die Qualität der Fachkräfte (2,3), die Verfügbarkeit von Zulieferern (2,3), der soziale Friede (2,4) und die Energiesicherheit (2,5) Noten im guten Bereich erhalten, sind die Komplexität des Steuerrechts (4,5), die Energiekosten (4,4) und die Höhen der Steuern und Abgaben (4,1) am unteren Ende der Bewertungen angesiedelt.

Verschlechtert hat sich die Haltung der Industrieunternehmen zu den Infrastrukturbedingungen. So erhielt der Zustand der deutschen IT-Infrastruktur die Note 3,1 im Jahr 2011 war die Note noch 2,5. Bei der Bewertung der Verkehrsinfrastruktur ergibt sich ein ähnliches Bild: Hier rutschte die Note innerhalb der vergangenen drei Jahre von 2,5 auf 2,9. Bei der Frage nach konkreten Investitionsbremsen stechen steuerliche Aspekte hervor. 45 Prozent der Betriebe würden bei einer Verbesserung des Standortfaktors „Steuern und Abgaben“ mehr (31 Prozent) oder sogar deutlich mehr (14 Prozent) im Inland investieren. Neben der Höhe und der Komplexität zählen auch die derzeitigen Abschreibungsbedingungen zu einer schwerwiegenden Investitionsbremse. Die Wiedereinführung der degressiven AfA würde bei 35 Prozent der Betriebe zu mehr Investitionen führen. Auch die hohen Energiekosten verhindern Investitionen: 14 Prozent der Befragten würden mehr und 26 Prozent deutlich mehr ausgeben. Und immerhin noch 23 Prozent der Unternehmen würden bei einer verbesserten IT-Infrastruktur mehr investieren.

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