Erfolgreiche Produktionssysteme – Produktivitätssprünge durch gleichzeitige Beschleunigung und Fehlervermeidung

Demographischer Wandel, Globalisierung sowie die Vernetzung von Waren- und Datenfluss (Industrie 4.0) haben erheblichen Einfluss auf die gesamte produzierende Industrie – gleich ob Einzel-, Serienfertiger oder Prozessindustrie. Die aktuelle ConMoto Projektstudie „Beschleunigen Sie Ihr Unternehmen“ zeigt anhand von mehr als 100 Optimierungsprojekten der vergangenen fünf Jahre, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. So ist insbesondere auf dem Weg zur Industrie 4.0 noch viel an Basisarbeit zu leisten, sowohl bei  mittelständischen Unternehmen als auch bei Großkonzernen.

Die untersuchten Optimierungsprojekte konzentrierten sich dabei auf die beiden Faktoren Geschwindigkeit und Qualitätsverbesserung. Dieser Ansatz basiert auf einer einfachen Erkenntnis: Ein Produktionssystem ist umso effizienter, je schneller es arbeitet und je geringer die Fehlerrate ist. Entscheidend ist es, diese Erkenntnis auch umzusetzen.

Die Ergebnisse der Projektstudie belegen an Zahlen, wie das funktioniert: Je nach Fertigungstyp konnten EBIT-Zuwächse zwischen 4,5 und 9,0 Prozentpunkte erreicht werden. „Solche Produktivitätssprünge lassen sich nur erzielen, wenn das gesamte Produktionssystem und nicht nur Teile davon in Optimierungsprozesse einbezogen werden“, bestätigt Dr.-Ing. Ralf Feierabend, Geschäftsführender Gesellschafter von ConMoto. Die Studie beschreibt den ganzheitlichen Verbesserungsansatz, der Fehler eliminiert und das Produktionssystem über alle Wertschöpfungsstufen auf volle Geschwindigkeit bringt. Mehr…

Hohe Ausfallrisiken bei Zahlungen in China

Eine aktuelle Studie des Kreditversicherers Coface zum Risikomanagement von Unternehmen bei der Einforderung von Zahlengen in China zeigt: 2014 mussten 80 Prozent Zahlungsverzögerungen in Kauf nehmen. In der Coface-Studie gaben 79,8 Prozent der befragten Unternehmen an, 2014 Störungen bei den Zahlungseingängen erlebt zu haben. Das bedeutet zwar eine leichte Verbesserung zu 2013, allerdings bleibt das Niveau seit drei Jahren ausgesprochen hoch.

Mehr als die Hälfte (56,7 Prozent) der betroffenen Unternehmen musste zudem hinnehmen, dass im letzten Jahr die Höhe der verspätet gezahlten Beträge stieg. Das sind 11,7 Prozent Unternehmen mehr als im Vorjahr. 19,6 Prozent der befragten Unternehmen erlebten Verzögerungen von mehr als 90 Tagen, 2013 waren es noch 17,8 Prozent. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass das Zahlungsverhalten 2014 ein großes Problem blieb.

Elektroindustrie: Plus im Ausland, Minus im Inland

Die deutsche Elektroindustrie ist mit einem leichten Rückgang der Auftragseingänge in das neue Jahr gestartet. Im Januar 2015 lagen die Bestellungen 0,3 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Wie auch in anderen deutschen Branchen entwickelten sich das Inlands- und Auslandsgeschäft extrem unterschiedlich. Der leichte Rückgang im Januar ist der Tatsache geschuldet, dass die Inlandsaufträge um 8,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Dem stand ein Zuwachs der Auslandsaufträge um 6,9 Prozent gegenüber. Sowohl aus der Eurozone als auch aus Drittländern gingen dabei jeweils 6,9 Prozent mehr Orders ein als noch vor einem Jahr.

Diese uneinheitliche Entwicklung zeigte sich für die Elektroindustrie auch im gesamten Jahr 2014. Im vergangenen Jahr stiegen die Bestellungen gegenüber 2013 um revidiert 0,8 Prozent. Hierzu trug insbesondere die Nachfrage aus dem Ausland mit einem Plus von 1,2 Prozent bei. Die Bestellungen aus der Eurozone legten um 3,4 Prozent zu, während die Auftragseingänge außerhalb der Eurozone stagnierten. Die Ordertätigkeit im Inland erhöhte sich 2014 nur leicht um 0,3 Prozent.

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Maschinenbau: Auslandsgeschäft legt weiter zu

Der Auftragseingang der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland lag laut den neusten Zahlen des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) im Januar 2015 um drei Prozent über dem Vorjahresniveau. Getragen wird diese Entwicklung vom Auslandsgeschäft: Während die Bestellungen aus dem Ausland um vier Prozent anstiegen, ging der Auftragseingang aus dem Inland um ein Prozent zurück.

Dieser Trend wird auch im von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich bestätigt: November 2014 bis Januar 2015 stieg der Bestelleingang im Vorjahresvergleich um zwei Prozent. Die Inlandsaufträge sanken um ein Prozent, die Auslandsaufträge lagen bei plus drei Prozent. Ein wesentlicher Faktor war nach Angaben des VDMA „ein ungewöhnlich starkes Großanlagengeschäft“ mit ausländischen Kunden des Euroraums.

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