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Archiv für Kategorie Nachrichten
Industrie wertet steigende Energie- und Rohstoffpreise als Risiko
30. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
Eine große Mehrheit der Industriebetriebe in Deutschland sieht in steigenden Energie- und Rohstoffpreise einen Risikofaktor für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Laut dem Unternehmensbarometer “Energie und Rohstoffe für morgen” des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) werten 86 Prozent die steigenden Energiepreise und 76 Prozent die steigenden Rohstoffpreise als negativ für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Außerdem hätten 20 Prozent der Industrieunternehmen aus Furcht vor Versorgungsengpässen bereits Aktivitäten ins Ausland verlagert oder planten dies, so der DIHK. Für die Erhebung wurden im Dezember 2011 insgesamt 1.500 Unternehmen befragt.
58 Prozent der Betriebe befürchteten häufigere Stromausfälle beziehungsweise Spannungsschwankungen. Auch die generelle Verfügbarkeit von Rohstoffen werde von 50 Prozent der Befragten nicht mehr als selbstverständlich eingeschätzt. Als Antwort auf die Herausforderungen setzen viele Unternehmen nach eigenem Bekunden auf Effizienzmaßnahmen: Drei Viertel, so ein Umfrageergebnis, haben bereits Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz ergriffen oder planen solche. Über die Hälfte der Unternehmen kümmere sich zudem um einen effizienteren Einsatz von Rohstoffen. Die Unternehmen fordern zudem eine gut ausgebaute Energieinfrastruktur: 92 Prozent der befragten Betriebe sähen in einer Stärkung der öffentlichen Akzeptanz des Netzausbaus eine vordringliche Aufgabe der Politik.
Starre Arbeitszeiten für fast 60 Prozent der Beschäftigten
23. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
In Deutschland arbeitet die Mehrheit der Beschäftigten weiter nach starren Arbeitszeitmodellen, die sowohl die tägliche Arbeitsdauer als auch den Beginn und das Ende fest vorgeben. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Statistischen Bundesamts. Demnach galt im Jahr 2010 für 58,1 Prozent der abhängig Beschäftigten ein solches unflexibles Arbeitszeitmodell. Demgegenüber hatten lediglich 36,3 Prozent Einfluss auf ihre Arbeitszeiteinteilung und konnten verschiedene Formen der Flexibilisierung nutzen.
Diese Flexibilität war unterschiedlich ausgeprägt: 24,1 Prozent der Beschäftigten verfügten durch ein Arbeitszeitkonto über große Wahlmöglichkeiten in ihrer Arbeitszeit. Sie mussten lediglich eine vorgegebene Gesamtstundenzahl erreichen und eventuell während sogenannter Kernzeiten präsent sein. Weitere 10,2 Prozent konnten über eine Gleitzeitregelung bei zumindest Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit flexibel bestimmen. Völlig flexibel bei ihrer Arbeitszeitgestaltung waren 2,0 Prozent der Beschäftigten. Für sie spielten Arbeitszeitregeln überhaupt keine Rolle, weil ihre Leistung ausschließlich über Arbeitsergebnisse beurteilt wurde.
Geschäftsklima im Mittelstand weiter verbessert
16. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
Das Geschäftsklima im Mittelstand bleibt auch zum Jahreswechsel laut einer aktuellen Umfrage der KfW Bankengruppe robust. Demnach steigt das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer im Dezember 2011 abermals und spürbar um 2,5 Zähler auf 15,8 Saldenpunkte an. Die Geschäftserwartungen der kleinen und mittleren Unternehmen blieben trotz der global verhaltenen Konjunkturaussichten auf Erholungskurs (+2,2 Zähler) und notierten mit -0,5 Saldenpunkten nun nur noch knapp unter ihrem langfristigen Durchschnittswert. Zu der Klimaverbesserung trage nach Meinung der KfW aber auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage bei, die spürbar zulegt habe (+2,9 Zähler) und zum Jahresende mit 32,6 Saldenpunkten nur wenig unter dem außergewöhnlich hohen Jahresdurchschnitt 2011 liege.
Spitzenreiter beim Aufwärtstrend im Geschäftsklima sei der Einzelhandel (+ 6,0 Zähler auf 22,4 Saldenpunkte); aber auch der Großhandel und die Bauwirtschaft verzeichneten Zuwächse, die über die typischen Monatsschwankungen hinausgingen. Hingegen verliere das Klima im stärker exportorientierten Verarbeitenden Gewerbe weiter an Boden.
Deutsche Verbände rechnen mit stabiler Wirtschaftslage
9. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
Trotz der Euro- und Finanzkrise geht die Mehrheit der deutschen Wirtschaftsverbände für das Jahr 2012 von einer leicht verbesserten Ertragslage aus: 26 von 46 Verbänden rechnen mit leicht steigenden Erträgen, neun erwarten keine Veränderungen und elf eine leichten Rückgang der Geschäftsergebnisse. Das ist ein zentrales Ergebnis der diesjährigen Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Allerdings geben 23 der 46 befragten Wirtschaftsverbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als vor einem Jahr, nur elf sprechen von einer positiveren Stimmung.
Hinsichtlich der Investitionen und der Beschäftigtenzahlen rechnet eine große Mehrzahl der Branchen – 29 beziehungsweise 31 – zumindest mit gleichbleibenden Werten. Die Umfrage male ein positiveres Bild, als man angesichts der zuletzt drastisch gesenkten Wachstumsprognosen habe erwarten dürfen, lautet die Interpretation der Ergebnisse durch das IW.
Zeitarbeitsquote im Maschinenbau bei sechs Prozent
2. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
Laut einer aktuellen Studie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) zur Zeitarbeit beschäftigen die Mitgliedsunternehmen rund 57.000 Zeitarbeiter zusätzlich zur festangestellten Stammbelegschaft von 945.000 (Stand: September 2011) Mitarbeitern. „Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Übernahme ist hoch und unsere Firmen nutzen das Instrument vornehmlich nicht aus Kostengründen“, betonte VDMA Präsident Thomas Lindner in einer Pressekonferenz. Der Umfrage zufolge schätzt ein gutes Drittel der Unternehmen die Übernahmechancen einer derzeit bei ihnen tätigen Zeitarbeitskraft auf über 30 Prozent. Lindner bezeichnete die Zeitarbeit in der Branche als „Brücke in die Stammbelegschaft“.
Verglichen mit vergangenen Umfragen zur Zeitarbeit hat sich die Zeitarbeits-Quote im Maschinenbau von drei Prozent in 2005 und fünf Prozent in 2007 auf aktuell sechs Prozent erhöht. Laut den Ergebnissen beschäftigen drei von vier Unternehmen Zeitarbeiter. Einsparungen stehen nach Angaben der Befragten bei der Zeitarbeit nicht im Vordergrund: Der entstehende finanzielle Aufwand für die Beschäftigung eines Zeitarbeiters sei vergleichbar mit dem für einen Mitarbeiter der Stammbelegschaft, sagten 40 Prozent der Unternehmen. Für jedes dritte Unternehmen ist das Entleihen von Arbeitskräften sogar die teurere Alternative. Dass das Instrument trotzdem genutzt wird, zeugt nach Ansicht des VDMA von einer positiven Zahlungsbereitschaft der Unternehmen für die durch die Zeitarbeit gewonnene Flexibilität. Die Unternehmen vermieden dadurch Umsatz- und Ertragseinbußen in Zeiten guter Konjunktur.
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