Archiv für Kategorie Nachrichten

Logistikstandort Deutschland profitiert von Auslandsinvestitionen

Seit Anfang der 90er Jahre sind die Direktinvestitionen aus dem Ausland in Deutschland stark angestiegen. Das belegt eine aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank. Ausländische Unternehmen engagieren sich finanziell besonders aufgrund der zentralen Lage Deutschlands und der guten logistischen Infrastruktur. Weitere Faktoren sind laut Bundesbank die gut ausgebildeten Arbeitskräfte und der attraktive deutsche Absatzmarkt. Die ausländischen Direktinvestitionen belaufen sich auf 459 Milliarden Euro im Jahr, 1991 waren es noch 96 Milliarden. Ausländische Tochterunternehmen beschäftigen darüber hinaus rund 2,4 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland.

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Maschinenbauer plagen Nachwuchssorgen

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), beklagt zunehmende Probleme der Branche bei der Suche nach qualifiziertem Nachwuchs. In einem aktuellen Interview beziffert Verbandspräsident Manfred Wittenstein die Anzahl der offenen Ingenieursstellen mit „4.000 bei steigender Tendenz.“ Als eine Gegenmaßnahme fordert Wittenstein eine Weiterentwicklung des Bildungssystems, um die Zahl der Studienabbrecher zu reduzieren: „In den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen etwa haben wir Abbrecherquoten von bis zu 50 Prozent. Das ist dramatisch.“ Darüber hinaus gelte es, die Abwanderung von Fachkräften zu stoppen.

Auftragsbücher im Maschinenbau füllen sich

Die Auftragseingänge im Maschinenbau nehmen im Vergleich zum Krisenjahr 2009 weiter stark zu: Im Juni 2010 lagen sie real 62 Prozent über denen des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft legte um 67 Prozent zu, die Eingänge aus dem Ausland um 60 Prozent. Diese Zahlen meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA). Auch der aussagekräftigere Dreimonatsvergleich für das zweite Quartal belegt eine hohe Dynamik im deutschen Maschinenbau: Der Zuwachs gegenüber 2009 beträgt insgesamt 53 Prozent für den Zeitraum April bis Juni.

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Ausrüstungsinvestitionen wachsen nur langsam

Laut einer Untersuchung des Münchner ifo Instituts wird das Wachstum bei den Ausrüstungsinvestitionen im Jahr 2010 unter einem Prozent liegen. Einen wesentlichen Grund für die nur langsame Erholung, nachdem die Investitionen in Maschinen und Anlagen im Jahr 2009 um 20 Prozent eingebrochen waren, sieht das Institut in der immer noch schwachen Auslastung der Produktion im verarbeitenden Gewerbe.Die Auslastung verbesserte sich zwar laut des jüngsten ifo Konjunkturtests im April 2010 um 4,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 79,9 Prozent, sie ist damit aber immer noch weit entfernt von den Werten im April 2008 (86,9 Prozent) oder 2007 (88,1 Prozent). Bei den Investitionen handelt es sich damit vor allem auf Ersatzbeschaffungen.

Chinas Einkaufsmanagerindex sinkt

Die Konjunktur in Chinas verarbeitender Industrie schwächt sich ab. Der offizielle Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP), fiel für Juni 2010 auf saisonbereinigte 52,1 Punkte. Im Mai lag der PMI noch bei 53,9 Punkten, im April bei 55,7 Punkten. Dieser Rückgang findet jedoch auf einem relativ hohen Niveau statt. Nach Angaben der der CFLP deutet ein Index über 50 Punkten auf eine Expansion im verarbeiteten Gewerbe hin. Der Index basiert auf Erhebungen in 727 chinesischen Unternehmen aus 20 Industriesektoren. Die Mehrheit von diesen Sektoren – insgesamt 14 – meldete für Juni Werte unter 50 Punkten, was auf eine Kontraktion in diesen Bereichen deutet.

Der PMI wird seit 2005 erhoben. Seinen Tiefststand hatte er im November 2008 mit 38,8 Punkten, den Spitzenwert erreichte er im Dezember 2009 mit 56,6 Punkten.

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