Beiträge getagged mit Beschaffung

Unternehmen investieren stärker in E-Procurement

Deutsche Unternehmen wollen kurzfristig mehr Geld in elektronische Beschaffungslösungen (E-Procurement) zur Optimierung der Geschäftsabläufe investieren. Das geht aus den aktuellen Ergebnissen des jährlich erhobenen „BME Stimmungsbarometers Elektronische Beschaffung 2011“ hervor, die der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und die Universität Würzburg jetzt vorgestellt haben.

Besonders großes Interesse besteht der Umfrage zufolge an der Einführung eines elektronischen Lieferantenmanagements (E-SRM): Der Einsatz werde aktuell fast in jedem viertem Unternehmen geplant. Damit ist diese E-Lösung im Bereich der Beschaffung am populärsten. Bemerkenswert ist auch, dass kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Großunternehmen sich gleichermaßen um eine Einführung bemühen. Allerdings halten weitere 27,6 Prozent der Befragten die Lösungen für relevant, planen kurzfristig aber keine Einführung.

Darüber hinaus will rund ein Fünftel der Unternehmen zukünftig elektronische Ausschreibungen (E-Sourcing) in der Beschaffung einsetzen: Dieser Trend zeigt sich vor allem bei Großunternehmen. Bei den KMU werden auch mittelfristig 40 bis 50 Prozent E-Sourcing nicht nutzen. Zum Vergleich: Bei den Großunternehmen wollen lediglich 20 bis 25 Prozent auf diese Modernisierung der Beschaffungsprozesse verzichten.

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Lieferanten einbinden, innovativer werden und Kosten senken

Binden Unternehmen Lieferanten schon bei der Produktentwicklung ein, sorgt das für mehr Innovationen und niedrigere Beschaffungskosten. Das ist ein Resultat der Studie „Innovationen von und mit Lieferanten“ des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) . Damit sich Lieferanten effektiv an Entwicklungsprojekten beteiligen können, müsse in den Unternehmen auch der Einkauf in in den Entwicklungsteams vertreten sein, so ein weiteres Ergebnis.

Die Kooperation, nicht nur zwischen den verschiedenen Abteilungen im Unternehmen in der Form von „Procurement Engineering“, sondern auch mit Zulieferern, halten die Forscher für die effektivste Vorgehensweise. Lediglich auf Impulse von außen zu warten, sei wenig erfolgversprechend.

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Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Bedeutung der Beschaffung

Infratest hat erstmals Daten und Fakten erhoben und ausgewertet, die die Bedeutung der Beschaffung für die Wirtschaft in Deutschland beschreiben. 1,25 Billionen Euro – so hoch ist das Einkaufsvolumen der 1.653 Mitgliedsunternehmen im Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME). Der Wert der vom Einkauf zugekauften Waren, Güter und Leistungen liegt bei 42 Prozent des Unternehmensumsatzes. Über das Einkaufsvolumen aller Unternehmen in Deutschland lagen bisher weder Zahlen noch seriöse Schätzungen vor. Die repräsentative infratest-Umfrage bringt erstmals Licht in das Dunkel.

Die Analyse liefert zudem Aussagen zu den Warengruppen, die 2010 und 2011 beschafft werden. Danach gibt der Einkäufer 15 Prozent seines persönlich verantworteten Etats – über alle Branchen hinweg – für Energie und Rohstoffe aus. 14 Prozent entfallen auf IT- und Telekommunikation sowie Software-Tools für den Beschaffungsprozess, jeweils elf Prozent auf Maschinen und Anlagen, Vorleistungsgüter und C-Teile. Dahinter folgen nicht-traditionelle Beschaffungsfelder wie Reisen, Geschäftsfahrzeuge, Marketing usw. sowie logistische Dienstleistungen mit jeweils sechs Prozent. Weitere Dienstleistungen, zum Beispiel Beratung, machen sieben Prozent aus.

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