Beiträge getagged mit F&E

Experten fordern höhere F&E-Investitionen in Deutschland

Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI), die von der deutschen Bundesregierung eingesetzt wurde, fordert in ihrem Jahresgutachten 2012 einen konsequenten Ausbau der wissensintensiven Industrien und Dienstleistungen in Deutschland. 2010 habe der Anteil der Aufwendungen für Forschung & Entwicklung (F&E) in Deutschland bei 2,82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gelegen und damit 2010 einen neuen Höchststand erreicht. Mit Ausgaben in Höhe von 69,7 Milliarden Euro, davon 46,9 Milliarden Euro aus der Wirtschaft, habe die deutsche Volkswirtschaft ihre Investitionen in F&E gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent gesteigert. Trotzdem zeigten sich die Mitglieder des Gremiums mit diesen Ergebnisse nur bedingt zufrieden. Angesichts zunehmender Konkurrenz, auch aus Schwellenländern, bezeichnen die Experten das von der Bundesregierung formulierte Ziel von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für bis 2015 für F&E-Ausgaben als „wenig ambitioniert“. Andere Länder wie Finnland, Schweden, Japan und Korea hätten diese Zielmarke schon lange hinter sich gelassen.

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Rund 80 Prozent der KMUs beteiligen sich an Innovationen

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland beteiligen sich stärker am Innovationsgeschehen als bisher angenommen. Darauf weist das Institut für Mittelstandsforschung (IfM) hin, das aktuelle Zahlen der EU-Statistikbehörde (Eurostat) und die Innovationserhebung 2011 des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) ausgewertet hat. Demnach sind rund 80 Prozent der KMUs in Innovationsprozesse eingebunden.

Zwar bringen nach den Ergebnissen der Erhebungen nur rund sechs Prozent der KMUs originäre technische Innovationen hervor, wie sie sich in Patentanmeldungen und in der Anmeldung von Schutzrechten niederschlagen, wenn man jedoch auch nicht-technische Prozess- und Organisationsinnovationen betrachtet, wird die Kreativität der KMUs deutlich. Dann liegt der Anteil der Unternehmen derer, die Innovationen realisieren, bei 80 Prozent. 78 Prozent der Unternehmen mit 10 bis 49 und 84 Prozent der Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten beteiligen sich am Innovationsprozess. Zum Vergleich: Der Anteil der Großunternehmen liegt bei 95 Prozent.

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F&E-Investitionen in Deutschland weiter gewachsen

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2010 insgesamt 46,93 Milliarden Euro in interne Forschung und Entwicklung investiert – 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2009. Diese Zahlen nennt der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in seiner aktuellen Erhebung. Damit blieb die Quote der Forschungsinvestitionen der Wirtschaft als Anteil am Bruttoinlandsprodukt BIP praktisch auf dem Stand des Vorjahres bei 1,89 Prozent. Zusammen mit den staatlichen Aufwendungen im F&E-Bereich beläuft sich die Quote auf geschätzt 2,82 Prozent. Nach den neuesten Plandaten haben die Unternehmen in Deutschland im Jahr 2011 rund 49,34 Milliarden. Euro investiert, für 2012 prognostiziert der Stifterverband sogar 49,9 Milliarden Euro. weiterlesen [...]

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Deutschland unter den besten Innovationsstandorten

In einem aktuellen Vergleich von führenden Industrieländern hinsichtlich ihrer Innovationsfähigkeit belegt Deutschland hinter der Schweiz, Singabur und Schweden Rang 4. Den sogenannten Innovationsindikator ermitteln wissenschaftliche Institute im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) und der Stiftung Deutsche Telekom. Für den Innovationsindikator 2011 wurden 26 Industrieländer in die Studie einbezogen. Verglichen werden zum Beispiel Gesichtspunkte wie die F&E-Investitionen von Unternehmen, staatliche Budgets für die Grundlagenforschung, Bildungsindikatoren und rechtliche Rahmenbedingungen.

Deutschland hat, so die Studie, seine Innovationsleistung in den vergangenen fünf Jahren stark verbessert. Dazu hätten sowohl öffentliche Investitionen in Wissenschaft und Forschung beigetragen als auch die Tatsache, dass die Unternehmen in der Krise Ihre Forschungsanstrengungen unverändert beibehalten hätten. Die gute Vernetzung der verschiedenen Innovationsakteure und die regen Innovationsaktivitäten der Unternehmen, streicht der Bericht als deutsche Stärke heraus. Dagegen lägen die größten Schwächen im Bildungsbereich, weil in Deutschland zu wenig Menschen eine Hochschulqualifikation erreichten.

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Deutsche Unternehmen forschen mehr, als Statistiken belegen

In offiziellen Rankings der F&E-Ausgaben schneiden deutsche Unternehmen im internationalen Vergleich nicht gut ab. Betrachtet man die F&E-Ausgaben der deutschen Unternehmen in Relation zum Umsatz über alle Branchen hinweg, so liegen sie mit 3,5 Prozent weit hinter Konkurrenten aus Dänemark, Finnland, den Niederlanden und Schweden mit jeweils 5 Prozent, den US-Unternehmen mit 4,8 Prozent sowie den japanischen Konzernen mit 3,9 Prozent. Dass diese Zahlen die Wirklichkeit verzerren, hat jetzt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) in einer Studie nachgewiesen. Vergleiche man die F&E-Intensitäten von Konkurrenzunternehmen Branche für Branche, so die Forscher, stünden die deutschen Unternehmen oft besser da als die Wettbewerber aus den USA, Japan und Europa.

So investieren deutsche Firmen in den Branchen Chemie, Elektrotechnik und Maschinenbau einen erheblich höheren Anteil ihres Umsatzes für F&E als ihre Konkurrenten in den USA, Japan oder Europa. Die konkreten Zahlen aus dem Maschinenbau: Deutschland 4,4 Prozent, Resteuropa, USA und Japan je 2,7 Prozent. Die deutsche Pharmaindustrie liegt hinter Japan auf Rang 2.

Das DIW Berlin sieht den Grund für die Verzerrung in der Branchenstruktur und nicht in der F&E-Leistung deutscher Unternehmen an sich. Bei allgemeineren F&E-Statistiken falle Deutschland zurück, weil es in den verglichenen Ländern unterschiedlichen Branchenspezialisierungen gebe und Deutschland in entwicklungsintensiven Branchen wie Rundfunk- und Nachrichtentechnik, Computerproduktion und wissensintensive Dienstleistung nur mit wenigen Großunternehmen vertreten sei.

 

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