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VDI: Gute Perspektiven für Technologiestandort Deutschland

Laut einer aktuellen Studie des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) wird Deutschland wird auch zukünftig ein weltweit führender Technologie- und Innovationsstandort bleiben. Dafür müssten zukünftige politische Entscheidungen auf technologischen Lösungen aufbauen, heißt es in der Studie „Technologiestandort 2020“. Zu den Branchen, in denen Deutschland führend ist, zählt der VDI unter anderem die erneuerbaren Energien. Die Studie geht davon aus, dass diese Branche bis zum Jahr 2020 mehr als 200 Milliarden Euro in Deutschland investieren wird.

„Deutschland hat das Potenzial, zum Leitmarkt für Ressourceneffizienz zu werden. Angesichts steigender Energie- und Rohstoffpreise eröffnen sich für deutsche Technologien mit dieser Querschnittskompetenz gute Perspektiven“, sagte VDI-Präsident Professor Bruno O. Braun bei der Vorstellung der Studie. Eine positive Zukunft sieht der Report aber auch für die traditionell starken deutschen Branchen wie die Automobilindustrie und den Maschinenbau. Eine der wichtigsten Aufgaben sieht der VDI darin, bei den Bürgern Skepsis gegenüber neuen Technologien anzubauen und für eine größere Technologieakzeptanz zu werben.

 

 

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Ingenieur-Engpass trotz Freizügigkeit für Arbeitnehmer

Das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) geht davon aus, dass die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den EU-Beitrittsländern, die ab dem 1. Mai 2011 in Kraft tritt, nichts an dem Ingenieursmangel in Deutschland ändern wird. Als Hintergrundinformation: Laut Erhebungen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) fehlten im Jahr 2010 im Mittel rund 36.000 Ingenieure auf dem deutschen Arbeitsmarkt, was Wertschöpfungsverluste von 3,3 Milliarden Euro bedeute. Für 2011 rechnet der VDI mit einer Lücke von 65.000.

Die neue Freizügigkeit, so meldet jetzt das IW, werde gerade bei Ingenieuren nichts ändern, denn für diese Hochqualifizierten gelte die Arbeitnehmerfreizügigkeit bereits seit vier Jahren und zusätzlich hätten Großbritannien, Schweden und Irland schon 2004 ihre Beschränkungen fallengelassen. Als Deutschland endlich nachgezogen habe, hätten sich auf den osteuropäischen Arbeitsmärkten bereits kaum noch wanderungswillige Ingenieure befunden. Das IW verweist auch darauf, dass Deutschland für osteuropäische Ingenieure wenig interessant sei, weil es eine weltweite Nachfrage nach Ingenieuren gebe und diese überall gut bezahlt würden.

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In Deutschland fehlen fast 50.000 Ingenieure

In Deutschland gibt es 72.000 offene Stellen für Ingenieure, als arbeitslos sind dagegen nur 23.200 Ingenieure gemeldet. Den deutschen Unternehmen fehlen also fast 50.000 Ingenieure. Diese Zahlen aktuellen ermittelte der Verein der Deutschen Ingenieure (VDI) in Zusammenarbeit mit dem Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln für den Dezember 2010. Der VDI bezeichnet diese Zahlen als „erschreckend“ und rechnet zudem nicht damit, dass sich der Ingenieursmangel in den kommenden Jahren geringer wird.

Allein in den wirtschaftsstärksten Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen bleiben mehr als 41.000 Ingenieursstellen unbesetzt: 17.100 in Baden-Württemberg, 10.300 in Bayern und 13.900 in Nordrhein-Westfalen. Besonders viele offene Stellen gibt es im Maschinen- und Fahrzeugbau. Diese Unternehmen suchen 26.000 Ingenieure. Auch fehlen 16.300 Elektroingenieure und 11.900 Bauingenieure.

Der Mangel an Ingenieuren ist kein triviales Problem. Er behindert nicht nur das Wachstum von Unternehmen, sondern kostet auch Jobs: An jedem Ingenieursarbeitsplatz hängen nach wissenschaftlichen Schätzungen 2,3 weitere Arbeitsplätze.