Beiträge getagged mit Investionen

Niedrige Zinsen bringen zukünftige Lasten für den Mittelstand

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt vor den negativen Folgen der Niedrigzinspolitik, insbesondere für den Mittelstand in Deutschland. In einem Interview mit dem Handelsblatt bezeichnet der Chefvolkswirt der DIHK, Alexander Schumann, die niedrigen Zinsen als „trojanisches Pferd“. Aktuell sehe man die Vorteile auf der Kreditseite, aber an die zukünftigen Lasten durch niedrige Finanzerträge etwa bei den Pensionsrückstellungen denke man gar nicht. Nach DIHK-Berechnungen entsteht eine Deckungslücke bei Pensionsrückstellungen im deutschen Mittelstand von 4,1 Milliarden Euro.

Der DIHK-Experte verweist darauf, dass Unternehmen als Gegenstrategie entweder heute mehr Rückstellungen bilden könnten oder später Pensionszahlungen aus Gewinnen finanzieren könnten. Beides schränke Investitionsspielräume ein, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten. Der DIHK fordert von Unternehmen auf Finanzierungsalternativen zu setzen und von der Politik transparentere Regelungen für den Markt für Beteiligungskapital zu schaffen.

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„Rote Null“ bei Unternehmensinvestitionen 2013

Die KfW Bankengruppe erwartet für das Jahr 2013 stagnierende Unternehmensinvestitionen und bewertet das als „gute Nachricht“, nachdem die Investitionsaktivitäten der Betriebe im vergangenen Jahr einen Tiefpunkt erreicht hatten. Der Rückgang sei endlich gestoppt, sagte der Chefvolkswirt der KfW Jörg Zeuner. Wegen der niedrigen Kapazitätsauslastung der Firmen werde das erste Halbjahr zwar noch von verhaltener Investitionsbereitschaft geprägt sein, ab Jahresmitte aber werde die Investitionstätigkeit dann anzieht. Für das gesamte Jahr prognostiziert die KfW eine „rote Null“ von -0,1 Prozent.

Das aktuelle KfW-Investbarometer konstatiert für das vierte Quartal 2012 den vierten Rückgang der deutschen Unternehmensinvestitionen in Folge. Damit sind sie im Gesamtjahr 2012 trotz des außerordentlich günstigen Zinsumfelds um 2,5 Prozent geschrumpft. Ein relativ moderater Rückgang im vierten Quartal von -0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal signalisiere jedoch ebenso wie die jüngsten Unternehmensbefragungen, dass die Talsohle durchschritten sei. Die KfW ist optimistisch für eine zunehmende Investitionstätigkeit in 2013, weil sie eine Belebung der Weltwirtschaft besonders in den USA erwartet. Weitere positive Faktoren seien die niedrigen Zinsen und der leichte Zugang zu Krediten für Unternehmen. Demgegenüber nennt die Bankengruppe aber auch die Abwärtsrisiken, die sich aus der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone ergeben.

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Investitionsbestände der EU in Drittländern stark angestiegen

Am Ende des Jahres 2011 beliefen sich die Bestände an ausländischen Direktinvestitionen (DI) der 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) in Drittländern auf 4.983 Milliarden Euro, während die Bestände von Drittländern in der EU 3.807 Milliarden betrugen. Diese Zahlen veröffentlichte jetzt das Statistische Amt der Europäischen Union (EUROSTAT). Zwischen 2008 und 2011 stiegen sowohl die DI-Bestände der EU-Mitgliedsstaaten in Drittländern als auch die Bestände von Drittländern in der EU stetig an und erhöhten sich um rund 50 Prozent. DI-Bestände dienen dazu, den Einfluss der Globalisierung messbar zu machen und bieten ein Maß für langjährige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ländern. Sie geben den kumulierten Wert aller Direktinvestitionen an, die in der Vergangenheit getätigt wurden.

Die wichtigsten Bestimmungsorte von DI-Beständen der EU in Drittländer waren Ende 2011 die Vereinigten Staaten (1.421 Mrd. Euro bzw. 29 Prozent der gesamten Bestände), die Schweiz (598 Mrd., 12%) und Brasilien (239 Mrd., 5%). Auf den nächsten Plätzen folgen Kanada (222 Mrd., 4%), Russland (167 Mrd., 3%) und Australien (125 Mrd., 3%). Erst hinter diesen Ländern liegen die asiatischen Volkswirtschaften Hong Kong (124 Mrd.), Singapur (123 Mrd.) und China (102 Mrd.), die jeweils einen Anteil von zwei Prozent der DI-Bestände der 27 EU-Staaten auf sich vereinen.

Verbandsumfrage: Stimmung schlechter, Erwartungen solide

Laut der aktuellen Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) gibt die Hälfte der befragten Wirtschaftsverbände an, die Stimmung in ihren Mitgliedsunternehmen sei derzeit schlechter als noch zum Jahreswechsel 2011/2012. Immerhin noch zwanzig der befragten 46 Verbände erwarteten eine wenn auch nur leichte Verbesserung bei Produktion, Umsatz und Geschäftsergebnis für 2013 und 15 gingen von gleichbleibend guten Geschäften aus. Nur elf sähen eine Verschlechterung. Zu den hoffnungsfroheren Branchen zählten Schwergewichte wie der Maschinenbau und die Chemische Industrie, während der Finanzsektor eher skeptisch nach vorne schaue, meldet das IW.

Ein insgesamt positives Bild ergibt die Umfrage bei den Investitionen: 28 Verbände gehen von gleich hohen Zahlen wie 2012 aus; neun prognostizieren sogar steigende Investitionen. Schlechter sind die Aussichten dagegen beim Thema Arbeitsplätze. Zwar erwarten 29 Verbände keine Veränderung. Aber elf rechnen mit weniger Jobs in ihrem Wirtschaftszweig. Dazu gehören zum Beispiel Bergbau, Druckindustrie, Energie- und Wasserwirtschaft, Banken und Entsorgungswirtschaft.

 

 

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Mittelstand senkt geplante Investitionen um elf Prozent

Mittelständische Unternehmen in Deutschland wollen im kommenden Jahr rund 103 Milliarden Euro investieren. Das ist ein Ergebnis des von der Leasinggesellschaft GE Capital ermittelten Index für Investitionsausgaben. Vor sechs Monaten hatten die befragten Unternehmen noch 115 Milliarden Euro für Investitionen eingeplant, das entspricht einem Rückgang um elf Prozent. Für die größere Zurückhaltung sind laut Umfrage auch die sich verschlechternden Finanzierungsmöglichkeiten für die zurückgehende Innovationsbereitschaft verantwortlich. So gaben 26 Prozent der Unternehmen an, es sei schwieriger geworden, sich über Kreditgeber zu finanzieren.

Im Durchschnitt beabsichtigt damit jedes Unternehmen, 87.200 Euro in den kommenden zwölf Monaten zu investieren. Die Investitionsbereitschaft in Deutschland konzentriert sich den Ergebnissen zufolge auf Maschinen, Informationstechnologie und Büroausstattung. 64 Prozent der Unternehmen wollen die bisherige Ausstattung durch moderne Anlagen ersetzen, vor einem halben Jahr waren es nur 54 Prozent. Dagegen wollen nur noch 35 Prozent ihre Kapazitäten für neue Aufträge ausbauen (gegenüber 37 Prozent vor einem halben Jahr) und 17 Prozent budgetieren für Ausrüstung zur Herstellung neuer Produkte (gegenüber 25 Prozent im Vergleichszeitraum).

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