Beiträge getagged mit Konjunktur

Auftragsbücher im Maschinenbau füllen sich

Die Auftragseingänge im Maschinenbau nehmen im Vergleich zum Krisenjahr 2009 weiter stark zu: Im Juni 2010 lagen sie real 62 Prozent über denen des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft legte um 67 Prozent zu, die Eingänge aus dem Ausland um 60 Prozent. Diese Zahlen meldet der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA). Auch der aussagekräftigere Dreimonatsvergleich für das zweite Quartal belegt eine hohe Dynamik im deutschen Maschinenbau: Der Zuwachs gegenüber 2009 beträgt insgesamt 53 Prozent für den Zeitraum April bis Juni.

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Chinas Einkaufsmanagerindex sinkt

Die Konjunktur in Chinas verarbeitender Industrie schwächt sich ab. Der offizielle Manufacturing Purchasing Managers Index (PMI) der China Federation of Logistics & Purchasing (CFLP), fiel für Juni 2010 auf saisonbereinigte 52,1 Punkte. Im Mai lag der PMI noch bei 53,9 Punkten, im April bei 55,7 Punkten. Dieser Rückgang findet jedoch auf einem relativ hohen Niveau statt. Nach Angaben der der CFLP deutet ein Index über 50 Punkten auf eine Expansion im verarbeiteten Gewerbe hin. Der Index basiert auf Erhebungen in 727 chinesischen Unternehmen aus 20 Industriesektoren. Die Mehrheit von diesen Sektoren – insgesamt 14 – meldete für Juni Werte unter 50 Punkten, was auf eine Kontraktion in diesen Bereichen deutet.

Der PMI wird seit 2005 erhoben. Seinen Tiefststand hatte er im November 2008 mit 38,8 Punkten, den Spitzenwert erreichte er im Dezember 2009 mit 56,6 Punkten.

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Norden gewinnt, Süden verliert

Bayern und Baden-Württemberg sind die großen Verlierer der aktuellen Wirtschaftskrise. Während die beiden südlichen Länder mit ihren traditionellen Wachstumsíndustrien Maschinenbau und Elektrotechnik besonders unter der Krise leiden, zeigen sich die Unternehmen in den nördlichen Bundesländern Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein krisenresistent. Das ist eine Aussage des Krisenbetroffenheitsindex Juni 2010, den das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft berechnet hat.

In den Index fließen die Entwicklung der Arbeitslosenquote, der Bestand an Kurzarbeitern, die Anzahl der Anträge auf Kurzarbeit und die Entwicklung bei den offenen Stellen ein. Außerdem wird die Betroffenheit der verschiedenen Branchen ermittelt. So entsteht ein regional und bis auf auf die Kreisebene differenziertes Bild der Krisenauswirkung in Deutschland. Unter den zehn Regionen, die am wenigsten betroffen sind, befinden sich überwiegend Regionen aus dem Norden und dem Nordosten. Besonders negativ sind dagegen Regionen betroffen, in denen Industrieunternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten angesiedelt sind. Auch ein großer Anteil an Betrieben aus der Metallindustrie und Elektrotechnik wirkt sich in dieser Krise negativ aus, das gilt auch für international orientierte Unternehmen mit hoher Exportquote. Alle diese Faktoren in der Unternehmenslandschaft der beiden südlichen Bundesländer eine große Rolle, während im Norden die eher krisenresistenten Branchen wie Dienstleistung, die Versorgungswirtschaft oder die Nahrungsmittelindustrie von Bedeutung sind. Trotzdem liegt der Süden wirtschaftlich bei allen wichtigen absoluten Kennzahlen immer noch weit vorne und profitiert erfahrungsgemäß auch von positiven Entwicklungen schneller und stärker als andere Regionen.

Auftrieb in der Logistikkonjunktur

Der Gesamtindikator für das Geschäftsklima in der Logistikbranche, den das Institut für Weltwirtschaft (IfW) im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik (BVL) berechnet, ist im Frühjahr 2010 um 24,4 Punkte auf 138,8 Punkte gestiegen. Damit steht er nicht nur deutlich über der neutralen 100er-Marke, sondern hat auch wieder nahezu das Niveau erreicht, das vor dem Ausbruch der Wirtschaftskrise gemessen wurde.

Sowohl Logistikdienstleister als auch Industrie und Handel beurteilen die derzeitige Lage positiv und machen darüber hinaus optimistische Zukunftsprognosen. Die Logistikanbieter profitieren jetzt von den gestiegenen Auftragseingängen der Vorquartale und bewerten die Kapazitätsauslastung mehrheitlich positiv. Bei Industrie und Handel steigt der Logistikbedarf im In- und Ausland, so dass die Logistikpreise wieder mit der allgemeinen Kostenentwicklung ansteigen. Beim Kapazitätsaufbau sieht die große Mehrheit der Unternehmen der Logistikbranche keine Kreditklemme: 78 Prozent der Dienstleister und 85 Prozent der Anwender erwarten keine verstärkten Finanzierungsprobleme.

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Mehr Aufträge für Werkzeugmaschinenbau

Im ersten Quartal 2010 hat sich das Geschäftsklima in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie stark verbessert, das meldet der Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDM). Insgesamt stieg der Auftragseingang von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 43 Prozent. Diese positive Entwicklung beruht wesentlich auf der gewachsenen Nachfrage auf den internationalen Märkten. Die Inlandsnachfrage legte um nur 25 Prozent zu, während das Niveau der Auslandsbestellungen um 54 Prozent höher lag.

Der Verband führt das darauf zurück, dass die Maschinen wieder stärker eingesetzt werden und rechnet mittelfristig auch mit steigenden Neuanschaffungen. Die Kapazitätsauslastung ist im April auf 71,6 Prozent gestiegen nach 67,6 Prozent im Januar dieses Jahres. Der Auftragsbestand hat sich ebenfalls erhöht auf 6,6 Monate im Februar 2010 nach 5,6 Monaten im Oktober des vergangenen Jahres. Bis sich diese positiven Anzeichen in steigenden Umsätzen niederschlagen, werden aufgrund der technischen Durchlaufzeiten Monate vergehen. Deshalb erwartet der VDM für 2010 trotz steigender Auftragseingänge einen Rückgang der Produktion um 12 Prozent.