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Beiträge getagged mit Personal
Starre Arbeitszeiten für fast 60 Prozent der Beschäftigten
23. Januar 2012 | Thema: Nachrichten
In Deutschland arbeitet die Mehrheit der Beschäftigten weiter nach starren Arbeitszeitmodellen, die sowohl die tägliche Arbeitsdauer als auch den Beginn und das Ende fest vorgeben. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Statistischen Bundesamts. Demnach galt im Jahr 2010 für 58,1 Prozent der abhängig Beschäftigten ein solches unflexibles Arbeitszeitmodell. Demgegenüber hatten lediglich 36,3 Prozent Einfluss auf ihre Arbeitszeiteinteilung und konnten verschiedene Formen der Flexibilisierung nutzen.
Diese Flexibilität war unterschiedlich ausgeprägt: 24,1 Prozent der Beschäftigten verfügten durch ein Arbeitszeitkonto über große Wahlmöglichkeiten in ihrer Arbeitszeit. Sie mussten lediglich eine vorgegebene Gesamtstundenzahl erreichen und eventuell während sogenannter Kernzeiten präsent sein. Weitere 10,2 Prozent konnten über eine Gleitzeitregelung bei zumindest Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit flexibel bestimmen. Völlig flexibel bei ihrer Arbeitszeitgestaltung waren 2,0 Prozent der Beschäftigten. Für sie spielten Arbeitszeitregeln überhaupt keine Rolle, weil ihre Leistung ausschließlich über Arbeitsergebnisse beurteilt wurde.
Zahl der Zeitarbeiter im Jahr 2010 auf Rekordniveau
25. Juli 2011 | Thema: Nachrichten
Die Zahl der Zeitarbeiter ist von 2009 bis 2010 um 182.000 angestiegen. Die Zeitarbeit ist damit für mehr als der Hälfte – 57 Prozent – des gesamten Beschäftigungsanstieges verantwortlich und erreichte im vergangenen Jahr mit 742.000 Beschäftigten einen neuen Höchststand. Dieses Zahlen gab jetzt das Statistische Bundesamt (Destatis). Die Zahl der abhängig Beschäftigten insgesamt nahm um 322.000 auf 30,90 Millionen zu. Destatis zählt dabei abhängig Beschäftigte im Alter von 15 bis 64 Jahren, die nicht in Schule, Studium oder Berufsausbildung sind.
Gleichzeitig charakterisiert das Bundesamt die Zeitarbeit genauer: Von den 742.000 Zeitarbeitnehmern im Jahr 2010 befanden sich 503.000 oder gut zwei Drittel in einer unbefristeten, sozialversicherungspflichtigen Anstellung und arbeiteten mindestens 21 Stunden pro Woche. Darüber hinaus waren 198.000 oder 27 Prozent waren der Zeitarbeitnehmer zugleich befristet beschäftigt. Weitere 6 Prozent waren geringfügig beschäftigt oder arbeiteten weniger als 21 Stunden. Die Statistiker verweisen darauf, dass die Zeitarbeitnehmer die negativen Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise am stärksten gespürt hatten: Ihre Zahl war von 2008 auf 2009 um 8,5 Prozent gefallen. Im Vergleich der Situation vor und nach der Krise, hat die Zeitarbeit zwischen 2008 und 2010 im Saldo aber um 21,2 Prozent zugenommen, wobei der Anstieg 2009/10 deutliche 32,5 Prozent betrug.
Arbeitskosten und Arbeitszeiten in 2010 wieder gestiegen
20. Juni 2011 | Thema: Nachrichten
Die Arbeitskosten für Vollzeitbeschäftigte im Produzierenden Gewerbe sind im Jahr 2010 im Vergleich zu Krisenjahr 2009 wieder gestiegen. Das meldet das Institut der Deutschen Wirtschaft Köln (IW). Die Arbeitskosten legten in den alten Bundesländern um vier Prozent auf 56.700 Euro und in den neuen Bundesländern um 3,2 Prozent auf 37.740 Euro zu. Das IW verweist darauf, dass dieser deutliche Anstieg in Zusammenhang mit der Rezession von 2009 zu sehen sei. Damals waren die Arbeitskosten durch die Verkürzung der bezahlten Arbeitszeit und durch Überstundenabbau und Kurzarbeit erstmals seit Beginn der Erhebungen gesunken.
Bei den gestiegenen Arbeitskosten spielen die bessere Auslastung und der damit verbundene Abbau der Kurzarbeit eine wichtige Rolle. So erreichte die Arbeitszeit im Jahr 2010 zwar noch nicht das Vorkrisenniveau, legte aber gegenüber 2009 wieder merklich zu. Die bezahlte Arbeitszeit je Vollzeitbeschäftigten erhöhte sich laut IW in den alten Bundesländern um 2,4 Prozent. 2009 hatte es noch einen Rückgang der bezahlten Arbeitszeit von knapp vier Prozent gegeben.
Unternehmen setzen auf Weiterbildung gegen Fachkräftemangel
23. Mai 2011 | Thema: Nachrichten
Die deutschen Unternehmen nutzen die verbesserte Wirtschaftslage, um wieder mehr in die Weiterbildung und Qualifizierung ihrer Mitarbeiter zu investieren und wollen so unter anderem auch einen steigenden Fachkräftebedarf decken. Das ist das Ergebnis der aktuellen Umfrage Weiterbildung 2011 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), an der sich mehr als 14.000 Unternehmen beteiligten. So wollen sich 38 Prozent der Unternehmen wieder stärker in der Weiterbildung engagieren. Bei der Umfrage im vergangenen Jahr plante das nur jeder vierte Betrieb und im Jahr 2009 sogar nur jeder zwölfte.
Der Bedarf an zusätzlichen Fachkräften ist offensichtlich hoch: Nur zwölf Prozent der Befragten gehen davon aus, zukünftig weniger Fachkräfte zu benötigen. Aus der DIHK-Studie geht hervor, dass die Unternehmen mit diesem größeren Engagement auch auf das altersbedingte Ausscheiden von Fachkräften bei reagieren. 59 Prozent wollen auf Weiterbildung setzen, um Fachkräfte aus dem eigenem Betrieb zu ersetzen. Darüber hinaus wollen 52 Prozent neue Fachkräfte einstellen und 34 Prozent planen, mehr Ausbildungsplätze anzubieten. Die Rekrutierung neuer Fachkräfte aus dem Ausland spielt im Vergleich dazu nur eine sehr untergeordnete Rolle: Nur drei Prozent wollen so Fachkräfte finden.
Eine Mehrheit der Unternehmen stellt wieder ein
24. September 2010 | Thema: Nachrichten
54 Prozent der Unternehmen stellen wieder Arbeitskräfte ein, so lautet ein Ergebnis einer aktuellen Befragung der Unternehmen im Haufe Entscheider-Panel. Neueinstellungen sind allerdings auch mit Schwierigkeiten verbunden: So gaben 45 Prozent der Befragten an, dass sie Probleme hätten, offene Stellen zügig mit geeignetem Personal zu besetzen. Trotz eines positiven Trends bei den geplanten Neueinstellungen, bleiben viele Unternehmen vorsichtig: Ein Viertel behält Einsparungsmaßnahmen im Personalbereich bei, zum Beispiel bei Weiterbildung, Reisekosten oder Sondergratifikationen. Dazu passt auch, dass bei Neueinstellungen ein signifikanter Anteil der Betriebe – 45 Prozent – auf befristete Arbeitsverträge setzt. Dagegen wird die Zeitarbeit bei der großen Mehrheit nicht weiter ausgebaut: 83 Prozent der Unternehmen wollen keine neuen Zeitarbeitskräfte einstellen.
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