Die Kosten der Corona-Krise

Internationales Geld

Professor Jens Südekum lehrt Internationale Volkswirtschaft an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und ist Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und in zahlreichen Forschungseinrichtungen. Er befasst sich insbesondere mit den Auswirkungen der Globalisierung auf die Arbeitswelt. Jetzt hat er sich zu den Kosten der Corona-Pandemie in Deutschland geäußert: Es sind 60 Euro pro Tag und Bundesbürger. Das sind fünf Milliarden Euro an jedem Kalendertag oder 150 Milliarden Euro im Monat. Südekum sagt auch „bei unkontrollierten Lockerungen, zweiter Welle und neuem Lockdown im Sommer könnte alles noch viel teurer werden“.

Wer zahlt diese gewaltige Summe? Am Ende über die enorm wachsende Staatsverschuldung wir alle und die Unternehmen in Deutschland. Ein Unternehmen, das es in der Zukunft nicht mehr gibt, kann seine Schulden nicht zurückzahlen! Daraus resultiert die elementare Aufgabe aller an Unternehmen beteiligter Menschen und dem Management, alles zu tun, diese Krise zu meistern. Die Politik wird jetzt angesichts der sich weiter verbessernden Zahlen sehr schnell die Beschränkungen lockern. Dann liegt der Ball im Feld der Unternehmen. Unsere Kunden beginnen intensiv mit den Vorbereitungen. Nicht immer und nicht überall läuft das reibungslos. Ein Unternehmen nach einem Shutdown wieder hochzufahren ist komplex, noch komplexer ist das Wiederhochfahren der internationalen Supply Chains.

Neben allen produktionstechnischen und logistischen Voraussetzungen muss der umfassende Arbeitsschutz gewährleistet werden. Denn wenn das nicht geschieht, drohen ein erneuter Stop der Produktion und weitere Kosten. Mit der Fülle der Aufgaben sind zum Teil auch sehr große Unternehmen mit ihren umfangreichen Stäben überfordert. Das gilt für mittelständische Unternehmen erst recht. Bekanntermaßen ist es besser, die Dinge beim ersten Mal richtig zu machen. Nachbessern dauert lange und kostet Geld. Geld, das Sie im Moment zusammenhalten müssen! Wir stehen bereit. Wir haben maßgeschneiderte Programme, die sich aus erprobten Elementen zusammensetzen, als Ganzes aber sofort und wirksam eingesetzt werden können.

Zeitlich begrenzt bis zum 30. Juli bieten wir diese Programme zu Sonderpreisen an. Sehr gerne machen wir Ihnen ein individuelles Angebot.

Jetzt wieder produktiv werden

ConMoto-Ingenieur steht vor Produktionsmaschine

Im Mai läuft die Produktion in vielen Unternehmen wieder an. Diesen Prozess begleiten die Berater von ConMoto mit ihrer Expertise. Für die kommenden harten und wettbewerbsintensiven Monate braucht jedes Unternehmen eine kurz- bis mittelfristige Strategie und gleichzeitig robuste, umsetzbare Pläne. Aufgrund der großen Unsicherheit ist es sinnvoll, Szenarien für den Geschäftsverlauf zu entwickeln und durchzurechnen. Diese Szenarien sollten folgende Ziele einbeziehen:

  1. Liquiditätssicherung
  2. Hochlauf der Wertschöpfung unter Berücksichtigung der Corona-Regeln
  3. Stabilisierung der Supply Chains
  4. Versorgung der Kunden nach strategischen Prioritäten und marktorientierte Preisbildung
  5. Nach dem Start nachhaltige Stabilisierung und kontinuierliche Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit

Um die daraus abgeleiteten Ziele und Aufgaben effizient umzusetzen, empfiehlt ConMoto, das interne Lenkungsgremium funktions- und hierarchieübergreifend zu besetzen. Bei der Abarbeitung des Maßnahmenplans helfen pragmatische Methoden, wie z.B. die FMEA und das Quality Function Deployment (QFD). Vergessen Sie die Arbeitnehmer und ihre Vertreter nicht. Nicht alle Maßnahmen werden populär sein. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter so früh wie möglich, um Widerstände und die damit verbundenen Reibungsverluste zu verhindern. Gehen Sie nach den fünf Phasen des Problemlösungszyklus vor:

  • Identifizierung: das Problem beschreiben
  • Analyse: Ursachen/Mengengerüst
  • Planung: Lösungen/Maßnahmen
  • Einführung: Maßnahmen umsetzen
  • Bewertung: Erfolg messen

Die ConMoto-Berater bringen Expertise, Methodenwissen und die Bewertung aus neutraler Perspektive ein. Unser Vorgehen schafft Transparenz, priorisiert die Aufgaben und sorgt für schnelle Umsetzungserfolge, die Ihre Mitarbeiter motivieren.

Rüdiger Feigl neues Mitglied der Geschäftsleitung bei ConMoto

ConMoto_ Ruediger Feigl
Dipl.-Ing. (FH) Rüdiger Feigl

Rüdiger Feigl ist neues Mitglied der Geschäftsleitung bei ConMoto. Der studierte Maschinenbauingenieur verfügt über mehr als 20 Jahre Beratungserfahrung – sowohl als Partner bei renommierten Unternehmensberatungen als auch bei Boutique-Beratungshäusern. Vor seiner Tätigkeit als Berater sammelte er acht Jahre Industrieerfahrung in verschiedenen Funktionen innerhalb der Automobilzulieferindustrie weltweit.

Vor seinem Wechsel zu ConMoto war Rüdiger Feigl Partner in führenden Lean Unternehmensberatungen und verantwortete dort den Kompetenzbereich Operational Excellence. Seine Beratungsschwerpunkte liegen in der Erarbeitung von Funktionalstrategien sowie der Gestaltung und insbesondere Umsetzung von Effizienz- und Effektivitätsprogrammen in Entwicklung, Produktion und Supply Chain Management bei produzierenden Unternehmen, insbesondere aus der Automobilindustrie. Er ist Experte für Lean Transformation, Agiles Management, Restrukturierung und Lieferanten-Risikomanagement.

Bei ConMoto ist Rüdiger Feigl für die Beratungsthemen Produktionssystem, Investitionsplanung und Restrukturierung verantwortlich.

Die Fakten und der Weg aus der Krise

Maske tragen wird zur Pflicht während der Coronakrise

Die tägliche Bekanntgabe des Reproduktionswerts durch das Robert-Koch-Institut trägt mittlerweile eher zur Verwirrung als zu Klarheit bei. Man fragt sich, ob es sich um Schätzungen oder Berechnungen handelt. Bei den neuen Medienstars, den Virologen, gewinnt man zunehmend den Eindruck, dass es vor allem darum geht, Aufmerksamkeit zu erregen. Der öffentliche Streit dieser Experten verunsichert eine ohnehin verängstigte Bevölkerung. Spekulationen und Hypothesen statt Erkenntnis und Methoden.

Wir verweisen erneut auf unseren Beitrag vom 2. April. Bereits damals haben wir eine sehr valide Aussage zum Ausmaß des zu erwartenden Einbruchs der Wirtschaft gemacht.

Was sind die Fakten?

  1. Eine Durchseuchung der Bevölkerung bis zur sogenannten Herdenimmunität würde je nach Ausbreitungsgeschwindigkeit zwei bis drei Jahre dauern.
  2. Ein zugelassener Impfstoff ist kurzfristig nicht vorhanden.
  3. Bei Medikamenten gibt es hoffnungsvolle Ansätze aber noch kein konkretes Ergebnis.
  4. Die einzig bekannten wirksamen Maßnahmen sind Hygiene, Abstand, Mund- und Nasenmaske.
  5. Die Arbeitslosigkeit wird durch Kurzarbeit vorübergehend abgemildert, steigt insgesamt aber sprunghaft. Für Deutschland meldet die Bundesagentur für Arbeit von März auf April einen Anstieg der Arbeitslosenzahl um 308.000 auf, 2,644 Millionen. Im März und bis zum 26. April gingen darüber hinaus 751.000 Anzeigen für Kurzarbeit ein für insgesamt bis zu 10,1 Millionen Personen. Das heißt aber nicht, dass diese Menschen auch alle kurzarbeiten werden. Diese Zahl übersteigt aber um ein Vielfaches die Anzeigen während der Großen Rezession 2008/2009. Im gesamten „Krisenjahr“ 2009 gab es lediglich Anzeigen für 3,3 Millionen. Zum Vergleich: In den USA haben sich in den vergangenen sechs Wochen 30 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.
  6. Deutschland steht vor der größten Pleitewelle seit der Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren.

Der Weg aus der Krise

Es gibt nur einen Weg aus der Krise: Einen geordneten, aber zügigen, Ausstieg aus dem Shutdown. Das kann nur verantwortet werden, wenn alle bekannten Regeln zuverlässig angewendet und nachhaltig eingehalten werden.

Arbeitsschutz bekommt hier eine zusätzliche, existenzielle Bedeutung. Es geht um die Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen. Es geht um die Rettung unseres Wirtschaftssystems!

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagt völlig zu Recht, dass staatliche Hilfe auf Dauer Umsatz nicht ersetzen kann. Das derzeitige Vorgehen bringt die Staatsverschuldung auf über 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Diese mehr als 700 Milliarden Euro zusätzlicher Schulden werden am Ende von den Unternehmen gemacht, die die Steuern und Sozialabgaben nicht abführen oder sogar direkte Unterstützung in Anspruch nehmen. Dieses Geld muss ja zurückgezahlt werden. Der Anteil der produzierenden Wirtschaft am BIP beträgt rund 18 Prozent, bzw. etwa 600 Milliarden Euro. Der Anteil an der produzierenden Wirtschaft am Schuldenanstieg von 700 Milliarden ist deutlich überproportional. Bei 25 Prozent wären es 175 Milliarden Euro, bei 30 Prozent bereits mehr als 200 Milliarden Euro! Wir sprechen hier über neue Schulden in der Größenordnung von mehr als 25 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung in einem Jahr. Und das bei durchschnittlich völlig unzureichender Eigenkapitalausstattung und Umsatzrendite.

Jetzt auf den Wettbewerb nach der Krise vorbereiten

Der Wettbewerb nach der Krise wird dramatisch. Unternehmen, die nur noch wegen der externen Finanzierung existieren, werden mit allen Mitteln, sprich Kampfpreisen, um ihre Existenz ringen. Darauf müssen wir uns alle einstellen. Effizienz und Effektivität sind wichtiger denn je!

  • Gehen Sie an die Kosten ihrer Produkte, hier stecken erhebliche Potentiale.
  • Verbessern Sie Ihre Beschaffung. Senken Sie die Kosten bei größerer Robustheit ihrer Versorgungsketten.
  • Steigern Sie die Produktivität ihrer Wertschöpfung.
  • Hinterfragen Sie konsequent, wofür der Kunde bezahlt und wofür nicht.
  • Verkürzen Sie die Entwicklungszeiten.
  • Optimieren Sie ihren Vertrieb und ihre Logistik.

Und last but not least: sichern sie den Hochlauf!

Gefahr in der Krise: Pflichten und Aufgaben der Geschäftsführung

Gefahr in der Krise: Pflichten und Aufgaben der Geschäftsführung

Immer wieder hört man, dass die strenge Haftung für Geschäftsführer während der Coronakrise außer Kraft gesetzt ist. Das ist ein Irrtum, der schwerwiegende Folgen haben kann. ConMoto gibt keine Rechtsberatung, aber auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es notwendig und sinnvoll, sich kontinuierlich über die Gefährdungslage des Unternehmens Klarheit zu verschaffen.

Wir empfehlen dringend, alternative betriebswirtschaftliche Szenarien für das Unternehmen zu erstellen: mit und ohne die Auswirkungen der Coronakrise. Auf diese Weise kann jeder Verantwortliche für sich selbst den Überblick über die aktuelle Situation behalten, ist aber auch zu jeder Zeit nachweisfähig. Die staatlichen Beiträge und Hilfen sind vor dem Hintergrund wegbrechender Umsätze natürlich enorm wichtig, aber sie müssen natürlich später zurückgezahlt werden. Sie erhöhen also vor der Rückzahlung die Schulden.

Entscheidungen unter Unsicherheit sind charakteristisch für diese Zeit, aber gerade deshalb sollte man alles tun, um durch Transparenz und Aktualität der Zahlen die von außen erzeugte Unsicherheit so weit wie möglich zu reduzieren. Sie brauchen jetzt den Überblick über Ihre Wertströme mehr denn je. Eine Wertstromanalyse über ihr gesamtes Wertschöpfungssystem schafft Klarheit. Mit unseren erprobten Methoden zeigen wir ihnen nicht nur die Risiken, sondern vor allem auch, wie sie diese vermeiden oder zumindest minimieren können. Gerne stellen wir Ihnen ein auf ihre Belange optimiertes Programm zu Corona-Konditionen zusammen.

Die Diskussion wird schärfer

Die Diskussion wird schärfer

Die aktuellen Nachrichten belegen eine sich verschärfende Lage:

  • Die EU-Kommission genehmigt weitere Staatshilfen. EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagt, die EU bemühe sich gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten um Unterstützung für Unternehmen.
  • Deutschland kommt bald an seine Grenze. Das Ifo-Institut prognostiziert, dass die Wirtschaft im II. Quartal um 12,2 Prozent schrumpft und stützt sich dabei auf Umfragen unter 8.800 Unternehmen.
  • Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble sagt: „Der Staat kann aber nicht auf Dauer den Umsatz ersetzen.“ Für längere Zeit könne das keine Lösung sein.

Das sind nur drei Beispiele. Besonders wichtig nehmen wir auch die Aussagen von Wolfgang Schäuble zu den Fragen der Grundrechte: „Grundrechte beschränken sich gegenseitig. Wenn es überhaupt einen absoluten Wert in unserem Grundgesetz gibt, dann ist das die Würde des Menschen. Die ist unantastbar. Aber sie schließt nicht aus, dass wir sterben müssen.“ Ähnlich haben sich der Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Peter Dabrock, und der ehemalige Verfassungsrichter Udo di Fabio geäußert. di Fabio hält die gegenwärtigen Maßnahmen für verfassungskonform, sagt aber auch: „Wir müssen mit bestimmten sozialadäquaten Risiken leben. Sonst müssten wir bei 3.000 Toten im Straßenverkehr den Straßenverkehr komplett verbieten. Der Verfassungsstaat balanciert immer zwischen Freiheit und Sicherheit, und er balanciert so, dass es verantwortet werden kann.“

Wir brauchen einen glaubwürdigen Plan

In diesem Zusammenhang weisen wir auf einen frühen Artikel auf unserer Corona-Seite hin: Auf die Pandemie folgt jetzt die Panzession. Bereits damals haben wir für die Industrie in Deutschland einen Rückgang von zehn bis 15 Prozent für 2020 erwartet. Das ist praktisch nicht mehr zu vermeiden, kann aber immer noch verschärft werden, wenn der Shutdown im Mai nicht deutlich reduziert wird. Wir haben bereits am 2. April die Insolvenz von 30 Prozent der Gastronomiebetriebe vorhergesagt. Der Handel kämpft ums Überleben. Die Konsumlaune der Menschen ist auf ein Minimum gesunken, das Ifo-Institut misst historische Tiefstände seiner Indizes. Wir brauchen jetzt einen glaubwürdigen, vertrauensvollen Plan! Natürlich gehen wir dann Risiken ein, aber das tun wir ja auch, wenn wir morgens ins Auto steigen oder zur Behandlung ins Krankenhaus gehen, wo jährlich mehr als 20.000 Menschen an Krankenhauskeimen sterben. Wichtig ist, dass alle Risiken transparent gemacht werden und dass sich alle an die als wirksam anerkannten Maßnahmen halten: Hygiene, Abstand, Masken!

Das müssen Sie auch in Ihren Unternehmen gewährleisten. Hier steckt das Problem häufig im Detail. Das Virus kann man nur mit koordinierten und zielgenauen Maßnahmen bekämpfen. Wir brauchen jetzt die Corona-App. Wir brauchen in Geschäften und Betrieben zuverlässige Abstände und ein kontaktarmes Zusammenarbeiten, wo kontaktfreies nicht geht. Altenpflege funktioniert nicht aus dem Home Office. Aber Altenpflege ist eine systemrelevante Arbeit und die öffentlichen und privaten Arbeitgeber haben die Pflicht, ihre Mitarbeiter zu schützen.

Flexible Arbeitszeitregeln verhindern Infektionen

Wir brauchen für die kommenden Monate neue Arbeitszeitregeln. Wenn am Wochenende auch ohne Ausnahmegenehmigungen gearbeitet werden darf, reduziert sich die Anwesenheitsdichte um mehr als 25 Prozent. Flexible Arbeitszeitmodelle helfen also Infektionen zu verringern. Jetzt wird auch sehr deutlich, dass das Unternehmen große Vorteile hat, dass bereits in der Vergangenheit die Produktionssysteme flexibilisiert hat. Die Flexibilisierung der Produktion schafft Spielräume, die mehr Abstand ermöglichen und dadurch die Gefahr von Infektionen reduzieren.

Es ist richtig, dass wir noch länger mit Corona leben müssen. Also müssen wir alle Systeme darauf einrichten, dass das möglich ist. Auch hier gilt die Erfahrung aus den 1990er Jahren: Die Schnellen werden die Sieger sein und nicht automatisch die Großen. Viel Erfolg bei der Prüfung und gegebenenfalls Re-Organisation Ihres Wertschöpfungssystems! Wir helfen Ihnen sehr gerne dabei.

Link in diesem Artikel: www.conmoto.de/die-folgen-des-shutdown-was-jetzt-an-erster-stelle-steht/

ConMoto-Workshop für den schnellen Hochlauf der Produktion

Der ConMoto-Workshop

Die Unternehmen fahren Ihre Produktion wieder hoch. Teilweise mit deutlich mehr Problemen als erwartet. Es geht eben um mehr als um „ein paar Striche auf dem Boden“. Wegen der umfangreichen Hygieneregeln ändern sich eingeübte Abläufe in der Fertigung. Dabei sind Details oft entscheidend, um den gewünschten Schutz zu erreichen. Schichten müssen entkoppelt, Zeit für regelmäßige abgestimmte Reinigungsintervalle eingeplant werden. Für alle Aspekte des Wiederhochlauf-Managements hat ConMoto einen Notfallkoffer entwickelt, der bewährte Methoden der FMEA für die derzeitigen Anforderungen adaptiert. Zuverlässigkeit hat in Zeiten des Corona-Virus viele Facetten.
Beim Wiederhochlauf setzen wir auch auf Methoden, die wir in den 90er Jahren „ConMoto Basisverbesserungen“ genannt haben. In mehr als 1.000 Vier-Tages-Workshops haben unsere Berater damals Produktivität und Qualität messbar gesteigert. Diese strukturierte Vorgehensweise bietet sich besonders gut für den jetzigen Hochlauf an, weil die Veränderungen der Prozesse und Arbeitsweisen oft sehr kleinteilig sind und genau umgesetzt werden müssen, damit die Maßnahmen ihre optimale Wirkung entfalten. Vom richtigen Anlegen und Entsorgen der Schutzkleidung bis hin zu einer angepassten Taktung der Arbeitsinhalte.

Die Grundideen der Basisverbesserungen übertragen wir auf das Shopfloor Management unter Corona-Bedingungen. Der ConMoto-Notfallkoffer bietet einen Rüst-Workshop für das ganze Unternehmen – branchenunabhängig, auch im Handel und in öffentlichen Betrieben. Der Workshop dauert je nach Unternehmens- oder Organisationsgröße zwei bis fünf Tage. Für die Durchführung kann Ihr Unternehmen eine öffentliche Förderung von 4.000 Euro beantragen.
Verstricken Sie sich beim so wichtigen Hochlauf-Management nicht in den Details, sondern lassen Sie sich von den ConMoto-Experten unterstützen. Unser Fachwissen hilft Ihrem Unternehmen jetzt, schnell wieder produktiv zu werden.

Nach dem Corona-Shutdown

Leere Produktionsstraße während einer Krise

Die ersten Silberstreifen zeigen sich am Horizont. Im Mai wird es in vielen Produktionsbetrieben wieder losgehen. Aber wie? Und was müssen Unternehmen jetzt tun?

Ganz „einfach“ muss zunächst mal sichergestellt werden, dass ein Betrieb auch die neuen Arbeitsschutzregeln erfüllen kann. Hört sich selbstverständlich an, ist aber in der Praxis für Unternehmen, die keine spezialisierte Stabsabteilung für Gesundheits- und Arbeitsschutz haben, unter Umständen ein Problem. Damit sind „ganz nebenbei“ durchaus auch Haftungsprobleme verbunden. Als Verantwortlicher sind Sie in der Pflicht sicherzustellen, dass das Unternehmen alle Anforderungen erfüllt. Es könnten und es werden unangemeldet Kontrolleure auf dem Hof oder in der Fabrikhalle stehen.

Apropos Haftung: Durch die Corona-Krise ist die Haftung der Geschäftsführung eben nicht aufgehoben! Sie müssen auch in diesen Zeiten sorgfältig darauf achten, dass Sie keine Fristen versäumen, wenn Ihr Unternehmen in Turbulenzen geraten sollte. Seien Sie vor- und umsichtig!

In welcher Situation beginnt der Hochlauf?

Es ist heute schon absehbar, dass die Menschen in den kommenden Monaten weniger konsumieren werden. Auch die Unternehmen werden vorsichtig investieren. Im B2B-Geschäft werden „bessere“ Preise eine Rolle spielen, Zahlungsziele werden verlängert und es werden Risiken eingegangen, die in normalen Zeiten nicht eingegangen werden.

Das bedeutet, dass mit Ende der akuten Corona-Krise die Herausforderungen nicht automatisch geringer werden. Im Gegenteil, wir erwarten einen deutlich verschärften Wettbewerb mindestens auch im Jahr 2021. Der internationale Wettbewerb wird härter. China hat den Vorteil, dass das Land im aktuellen Zyklus weiter fortgeschritten ist und sich bereits heute wieder im Hochlauf befindet. Andere asiatische Staaten sind insgesamt weniger betroffen. Wir sollten uns in Deutschland und Europa auf einen deutlich verschärften Wettbewerb einstellen. Damit müssen Unternehmen zwei Belastungen zeitgleich bewältigen: Die gestundeten Steuern und Sozialabgaben müssen bezahlt werden und für die eigenen Produkte werden aufgrund verschärften Wettbewerbs niedrigere Preise erzielt.

Dazu kommen Supply Chains, die erst wieder hochlaufen müssen und ausgedünnte Produktionseinrichtungen, die mit weniger Output laufen.

Was empfiehlt ConMoto?

Machen Sie Ihr Unternehmen fit! Sorgen Sie für eine zuverlässige, robuste Versorgung (Achtung: Gefahr von Preiserhöhung!), sorgen Sie für Liquidität, weil Sie längere Zahlungsziele werden akzeptieren müssen, stellen Sie sich auf gestiegene Risiken auf der Lieferantenseite ein. Die Mittel der Wahl sind: Produktivitäts- und Effizienzsteigerung, Prozess- und Produktkostensenkung!

Sehr gerne sprechen wir mit Ihnen über unsere Angebote.

Der Ölpreis im freien Fall als Warnsignal und Symptom der Krise

Ölraffinerie

Kommentar von Dr.-Ing. Ralf Feierabend, ConMoto-Gründer und Geschäftsführer

Der Ölpreis fällt unter 0 Euro pro Barrel! Auf dem US-Markt mussten am Montag zeitweise die Verkäufer von Öl dem Käufer bis zu 37 US-Dollar pro Barrel zahlen: Zum ersten Mal hat das „schwarze Gold“ damit einen negativen Preis. Die US-Regierung will jetzt den Preis durch Käufe stützen. Präsident Trump spricht von 75 Million Barrel, um die strategische Ölreserve von 635 auf 710 Millionen Barrel aufzustocken. Damit ist die maximal erlaubte Reservemenge erreicht. Diese kurzfristige, einmalige Maßnahme verändert nicht das strukturelle Ungleichgewicht zwischen Ölangebot und Ölnachfrage.

Weil der negative Ölpreis ein so deutliches Symptom des wirtschaftlichen Einbruchs ist, dreht als Folge der Dax um 2,4 Prozent ins Minus. Der EU-Sozialkommissar Nicolas Schmit befürchtet, dass gerade in den Ländern mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Arbeitslosigkeit noch weiter ansteigt: Die lag im Februar, also vor den Auswirkungen der Corona-Krise, im jetzt stark betroffenen Italien bereits bei 9,7 Prozent und in Spanien bei 13,6 Prozent. In Deutschland wird – nachvollziehbar – über das Aufstocken des Kurzarbeitergeldes auf 80 Prozent gesprochen. Gleichzeitig stellt die Kanzlerin einen deutlich höheren EU-Etat für die Jahre 2021 und 2028 in Aussicht, um Solidarität mit in Schwierigkeiten geratenen EU-Mitgliedern zu zeigen.

Wir müssen uns die Folgen der schwersten Weltwirtschaftskrise der letzten Jahrzehnte vor Augen führen. Die Welthandelsorganisation rechnet mit einem Welthandels-Minus von rund einem Drittel. Die deutschen Staatsschulden werden aufgrund der enormen Hilfspakete um mindestens 25 Prozent steigen, unter Umständen sogar mehr als 40 Prozent. Es wird Generationen brauchen, bis das Defizit wieder unter 60 Prozent des BIP gesunken ist. Die negativen Folgen für die deutsche Wirtschaft beschränken sich nicht auf das Inland. Nur ein Beispiel: Die größte BMW-Fabrik steht in den USA, dort sind die Arbeitslosen in wenigen Wochen um 22 Millionen gestiegen, während die Bänder stillstehen.

Wir brauchen jetzt ein Ziel. Grundsätzlich gibt es nach meiner Wahrnehmung – jedenfalls habe ich Mediziner und Virologen so verstanden – zwei Wege:

  1. Entweder wir entschließen uns zu einem weiteren, sehr umfassenden Shutdown von etwa vier Wochen mit dem Ziel, die Reproduktionsrate des Virus weiter drastisch zu senken oder
  2. Wir verfolgen eine konsequente Strategie, die ein Leben mit dem Virus durch Strategien im Arbeitsschutz und Smart Distancing ermöglicht.

Eine Vermischung dieser beiden Wege macht keinen Sinn. Aber genau das tun wir mit der schrittweisen Öffnung.

Wir brauchen deutlich mehr Tests, auch wenn jetzt alle Experten den Kopf schütteln, es müsste möglich sein, die gesamte deutsche Bevölkerung in zehn Monaten zu testen. Das wären 250.000 Tests am Tag. In Bayern könnten heute 18.000 Tests am Tag vorgenommen werden, hochgerechnet wären das 105.000 Tests in Deutschland. Wir kennen Produktivitätssteigerungen von 50 Prozent und mehr durch erstaunlich einfache Maßnahmen. Warum soll das in Laboren und bei den Tests nicht möglich sein? Warum gibt es dafür kein Konzept? Wenn andere Laborkapazitäten genutzt würden, z.B. in der Lebensmittel- und Fleischindustrie oder bei Molkereien, könnte die Zahl der dringend notwendigen Tests weiter deutlich erhöht werden.

Ein Ziel, innerhalb von zwei bis drei Wochen die Kapazität für Corona-Tests auf 150.000 pro Tag auszuweiten, ist keine Utopie. Gezielt eingesetzt könnte dann durch Testen der gefährdeten Personen eine Ausbreitung der Infektionen eingedämmt werden. Das muss kombiniert werden mit den bekannten Schutzmaßnahmen.

Die Super-Optimisten erwarten, dass im Herbst ein Impfstoff zur Verfügung steht. Andere sehen das im Herbst 2021. In jedem Fall dauert es zu lange, um den Shutdown bis dahin aufrecht zu erhalten.

Parallel verfolge ich die Pressekonferenz des RKI. Die Aussagen dieses Instituts halte ich mittlerweile für gefährlich! Es ist keine klare Linie erkennbar.

Der Blick auf die Gesamtsituation muss deutlich ausgeweitet werden. Wir brauchen eine Strategie, die virologisch fundiert ist, aber auch ökonomische, soziale und politische Gesichtspunkte berücksichtigt. Diese neue Perspektive brauchen wir nicht bald, sondern jetzt.

Wir haben das Richtige getan: Jetzt brauchen die Menschen und die Wirtschaft Erleichterungen und eine Perspektive

Up and Down

Bisher sind alle den Appellen der Politiker und Virologen ohne Murren gefolgt. Jetzt aber fangen die Menschen an, die Maßnahmen zu hinterfragen – das ist richtig so! Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten haben uns die Reproduktionszahl und deren außerordentliche Bedeutung erklärt: Diese Zahl lag zwischen 1,3 und 1,4 als Ziel wurde von den Politikern 1,0 ausgegeben: Ein Infizierter sollte im Schnitt nur einen weiteren Menschen anstecken, damit wäre der Anstieg der Neuinfektionen gestoppt. Das haben wir verstanden und akzeptiert. Jetzt liegt die Reproduktionszahl bei 0,7, viel besser als vor Kurzem noch erwartet. Vor fünf Tagen waren noch 71.000 Menschen erkrankt, aktuell sind es noch 51.000. Die Krankenhäuser berichten von deutlich unterdurchschnittlicher Belegung und beginnen glücklicherweise wieder mit der Versorgung anderer Erkrankungen.

Was soll jetzt passieren? Was ist das Ziel? Wann dürfen die Menschen – natürlich unter Einhaltung aller Regeln – wieder arbeiten? 720.000 Betriebe haben Kurzarbeit angemeldet. Das bedeutet für viele Menschen, dass sie auf 40 Prozent ihres Einkommens verzichten müssen. Betroffen sind vor allem die, bei denen der Spielraum für den Verzicht nicht sehr groß ist. Und für die Volkswirtschaft stellt sich die Frage: Wann kommen wir wieder auf zehn Milliarden Euro täglicher Wertschöpfung? Die Industrie muss sich auf die neuen Rahmenbedingungen verlässlich einstellen, genau wie der Handel, die Gastronomie und andere Bereiche. Aber wir brauchen jetzt eine Perspektive.
Wir brauchen einen „Deal“! Die Wirtschaft muss die Regeln einhalten, die Politik muss den Rahmen klug und vorsichtig, aber deutlich schneller als bisher, erweitern. Nicht zuletzt sind jetzt auch die Virologen und Pharmaunternehmen gefragt. Von einem Institut wie dem RKI erwartet man mehr als Berichterstattung. Zumindest die eigenen Erkenntnisse – siehe die sieben Jahre alte Corona-Studie – sollten zu Aktionen führen.

Jetzt haben wir noch zwei Wochen Zeit, in der jede angesprochene Gruppe ihre Hausaufgaben machen kann. Für die Wirtschaft wäre es eine Blamage, wenn man am Tag X nicht optimal vorbereitet wäre! Jeder Tag im produzierenden Gewerbe und den angesprochenen Bereichen Handel, Dienstleistungen und Gastronomie kostet drei bis vier Milliarden Euro, wenn die Unternehmen nicht auf die normale Leistung kommen. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch, damit das nicht passiert! Mit durchschnittlichen Tagessätzen gerechnet, können Sie dafür 1,5 Millionen Beratertage kaufen. Das lohnt sich!