Manager in der Krise

Manager in der Krise

Kommentar von Dr.-Ing. Ralf Feierabend, ConMoto-Gründer und Geschäftsführer

DER Krisenmanager in der Erinnerung von uns älteren war Helmut Schmidt. Er hat während der Hochwasserkatastrophe in Hamburg einen unvergessenen Ruf erworben. Zu Recht! Bei Gerhard Schröder haben dann die Gummistiefel gereicht, um diesen Eindruck zu erwecken.

Welcher Typ Managerin oder Manager wird heute gefordert: Trump oder Merkel, Winterkorn oder Denner? Entscheiden unter Druck und unter Unsicherheit erfordert nicht nur eine schnelle Reaktion, es erfordert auch die Fähigkeit und Bereitschaft, Entscheidungen sofort zu revidieren, wenn eine neue Datenbasis es erfordert.

Wenn Donald Trump auf die Frage nach der Grundlage seiner Entscheidung auf seinen Kopf und seinen Bauch verweist, muss der moderne Mensch wirklich Angst bekommen. Alle bekannten Untersuchungen belegen eindeutig und übereinstimmend, dass diverse Teams den Entscheidungen von reinen Fachleuten überlegen sind. Damit habe ich nicht gesagt, dass Donald Trump ein Fachmann ist.

Was sollten wir daraus lernen und möglichst schnell anwenden? Es gehören ALLE Erfahrungen und Kompetenzen an den Tisch, wenn es darum geht, in Krisenzeiten den richtigen Weg aus der Krise zu finden. Und keine Organisation kann das alleine optimal. Externe Expertise hilft, jedenfalls wenn sie unabhängig ist. Wenn externe Expertise auch noch Methoden und breites Erfahrungswissen mitbringt, ist sie umso wertvoller.

Corona wird nicht mehr aus unserem Leben und aus unserer Wirtschaft verschwinden. Wir müssen lernen, damit zu leben. Wir können nur damit leben, wenn unsere Wirtschaft in allen Branchen wieder auf auskömmlichem Niveau arbeitet. Niemand kann sich dem Ziel verschließen, Menschenleben zu retten. Aber die Kollateralschäden dürfen nicht schlimmer sein, als die Schäden durch die Pandemie.

Wir brauchen Lösungen für das Handelsgeschäft mit einer Fläche, die grösser ist als 800 Quadratmeter. Und wir brauchen das jetzt! Das ist machbar – wir werden in Kürze an dieser Stelle ganz konkrete Vorschläge dafür vorstellen. Das Thema der Ladenöffnungen ist ein anschauliches Beispiel, grundsätzlich gilt das aber für alle Wirtschaftsbereiche.

Noch haben wir eine Chance, Massenarbeitslosigkeit und massenhafte Insolvenzen von großen und kleinen Unternehmen zu verhindern. Aber viel Zeit bleibt nicht mehr. Zuallererst brauchen wir Fakten und Kennzahlen, anhand derer die Wirkung von Entscheidungen kontrolliert wird. Darauf müssen Regelkreise aufgebaut werden.

Jeder Autofahrer passt die Geschwindigkeit der jeweils aktuellen Verkehrssituation an. Wenn es das Ziel ist, die Reproduktionsrate (wie viele andere Menschen steckt ein Infizierter an) bei 1,0 zu halten, ist das ein nachvollziehbares und verständliches Ziel. Wenn diese Rate dann bei 0,7 liegt, müssen die entsprechenden Maßnahmen, in diesem Fall eine Lockerung von Restriktionen, daraus abgeleitet werden! Alles andere macht keinen Sinn und kann den Menschen nicht erklärt werden.

Führung ist gefragt! Führung durch verantwortungsvolle und ausgewogene Menschen, die sich Rat bei diversifizierten Gremien holen.

Entscheidungen in schwierigen Zeiten

ConMoto-Gründer und Geschäftsführer Dr.-Ing. Ralf Feierabend Komplexe Entscheidungen zu fällen, ist zu keiner Zeit einfach. In der Corona-Krise müssen existenzielle Fragen in sehr schneller Reihenfolge und innerhalb sich extrem verändernden Rahmenbedingungen getroffen werden. Nicht immer gibt es in Ihrem Unternehmen Sparringspartner, mit denen Sie sich austauschen können oder wollen. Diese Rolle möchte ich gerne übernehmen.

In diesen schwierigen Zeiten biete ich mich als Gesprächspartner an. Strikte Vertraulichkeit ist garantiert. Ich sichere Ihnen auch große Offenheit und Ehrlichkeit zu. Rufen Sie mich einfach an, kostenfrei und unverbindlich!

Lesen Sie mehr dazu hier.

Corona ist ein langfristiges Thema: Leben und arbeiten mit dem Virus

Alte Straße die überwachsen ist

Corona wird nicht mehr aus der Welt verschwinden. Wir müssen vorübergehend lernen, mit Corona zu leben, bevor die Gefahr durch Impfung und Medikamente auf ein normales, kalkulierbares Niveau reduziert wird. Gerade weil das Virus nicht verschwindet und wir darüber hinaus davon ausgehen müssen, dass die Intervalle zwischen Pandemien kürzer werden, brauchen wir nachhaltige Strategien, die es uns ermöglichen, ohne häufige Shutdowns zu arbeiten.

Masken und andere Hygienemaßnahmen werden ganz normal zum Bild in Straßen, Fabriken und Geschäften gehören. Der höhere Stellenwert der Hygiene erfordert definitiv neue Lösungen.

  • Ein kleines Beispiel: Kontaktarme Warenlieferung. Welche Informationstechnik braucht man dafür? Wie wird die Ware im Wareneingang entladen und „weiterbehandelt“?
  • Früher war in deutschen Automobilfabriken die Schichtübergabe kontaktfrei, das hat sich durch die Erfahrungen mit Shopfloor-Management grundlegend verändert. Wie kann man die Schichtübergabe kontaktfrei organisieren, ohne Informationsverluste in Kauf nehmen zu müssen?
  • Wie müssen Fabriken und Geschäfte aussehen, damit in ihnen das infektionsarme Arbeiten und Einkaufen möglich ist?

ConMoto-Online-Workshop: Produktiv arbeiten trotz Corona

Zur Beantwortung dieser und anderer Fragen können Sie mit uns Blue-Sky-Workshops buchen. Diese Workshops führen wir auch kontaktfrei durch, z.B. über Teams. KMUs mit bis zu 250 Mitarbeitern und einem Umsatz bis 50 Millionen Euro im Jahr können aus der Corona-Hilfe des Bundeswirtschaftsministeriums 4.000 Euro für Beratungsleistungen bekommen.

Für diesen Preis können Sie bei uns einen Drei-Tage-Workshop über Teams oder eine andere Online-Plattform mit zwei erfahrenen Beratern buchen. Wir analysieren Ihre Situation schnell und systematisch (vier bis sechs Stunden) und entwickeln zielorientiert mit Ihnen und Ihren Führungskräften kurzfristige Maßnahmen und Aufgaben (drei bis fünf Stunden). Am zweiten Tag und in der ersten Hälfte des dritten Tages entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen Lösungsansätze, inklusive einer belastbaren Aufwandsschätzung und Zeitplänen (vier bis sechs Pakete in jeweils zwei bis drei Stunden). Den Abschluss bilden eine zusammenfassende Bewertung und die Entwicklung einer Roadmap.

3 Tage ConMoto BlueSkyWorkshop
3 Tage ConMoto BlueSkyWorkshop

Wir können aufgrund unserer Kapazitäten vier bis sechs derartige Workshops parallel durchführen. Das bedeutet, dass wir mit größeren Unternehmen simultan an mehreren Themen arbeiten können.

ConMotos virtuelles Firmenjubiläum

ConMotos virtuelles Firmenjubiläum
ConMoto-Graumänner (und natürlich -frauen) (Artikel im FOCUS, 43/1993)

Am 1. April 1990 gründete Dr.-Ing. Ralf Feierabend ConMoto. Auch wenn in Zeiten des Social Distancing das Feiern nicht so einfach ist, haben wir bei ConMoto genau das getan: In einem Team-Meeting mit 90 Teilnehmern in zwölf Ländern, darunter aus Asien sowie Nord- und Südamerika, haben wir eine virtuelle Jubiläumsfeier veranstaltet.

Wir haben Erinnerungen aus 30 Jahren Firmengeschichte geteilt – in Form von Bildern, Geschichten und Gesprächen. Das war für alle ConMotos eine willkommene Abwechslung in einer Zeit, in der wir räumlich voneinander getrennt arbeiten. Trotzdem funktionieren wir weiter als Team und arbeiten weiter für unsere Kunden – unter Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen.

Wir haben unseren Firmengeburtstag in einer schwierigen Zeit gefeiert. Aber so wie wir drei Jahrzehnte lang erfolgreich waren, kommen wir auch durch die Krise: gemeinsam. Wir wünschen Ihnen Gesundheit und Ihrem Unternehmen positive Momente!

Corona und (k)ein Ende?

Corona und (k)ein Ende?

Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte in Deutschland beträgt rund 2.000 Milliarden Euro. Aufgrund der Corona-Krise wird die Verschuldung auf 2.700 bis 3.000 Milliarden steigen. Und das wird weiter steigen, wenn der Shutdown deutlich über den 1. Mai hinausgeht. Im Mai allein kämen 150 bis 200 Milliarden Euro neue Schulden hinzu, danach verliefe der Anstieg nach Meinung der Volkswirte exponentiell.

Es gibt 220.000 Gastronomiebetriebe und je nach Definition zwischen 400.000 und 600.000 Handelsbetriebe. Für beide Wirtschaftszweige sagen seriöse Schätzungen die Insolvenz von 20 bis 25 Prozent der Betriebe voraus. Dahinter verbergen sich 150.000 bis 200.000 unternehmerische Existenzen, ohne die Beschäftigten mitzuzählen! Ein Shutdown über den 1. Mai hinaus wird verheerende Wirkungen haben. Die Folge sind viele zusätzliche Arbeitslose und Millionen von Kurzarbeitern mit einem ungewissen Schicksal.

Das lässt sich nur mit einer verantwortungsbewussten Lockerung der Maßnahmen verhindern. Dafür müssen Regeln definiert werden, die so viel Schutz wie möglich bieten, aber auch so viel Spielraum wie nötig lassen, um den Unternehmen eine realistische Überlebenschance zu geben.

Dafür müssen zum Beispiel Arbeitszeiten deutlich flexibler gestaltet werden können, als es heute möglich ist. Entzerrung funktioniert an sieben Tagen in der Woche besser, als an fünf oder sechs. Schichten müssen entkoppelt werden, in Kantinen wiederum muss ein Schichtbetrieb eingeführt werden, wenn die Abstände zwischen den Stühlen zwei Meter betragen. Alles ist möglich! Aber es muss geplant werden.

Den ersten 20 Unternehmen, die sich bei uns melden, schenken wir jeweils zehn Beratertage, um sie bei diesen Aufgaben zu unterstützen. Das gilt auch für Städte und Gemeinden, denen wir sehr gerne in schwierigen Zeiten mit Kompetenz und Erfahrung helfen.

Neue Regeln für Fabrik- und Gebäudeplanung

Fabrikgebäude von ConMoto-Kunde

Wir brauchen eine neue Denkweise, um aus der Krise zu kommen und wir brauchen einen Bruch mit anerkannten Regeln, um danach nicht wieder in die alten Denkstrukturen zu verfallen. Beispiele?

  • Elon Musk hat gegen die Regeln einer absoluten Hightech-Branche verstoßen und nur dadurch konnte SpaceX entstehen.
  • Herkömmlich gelten Rückläuferquoten von drei bis fünf Prozent als die absolut äußerste verkraftbare Grenze. Zalando hat systembedingt 80 bis 95 Prozent als Voraussetzung für das Geschäftsmodell.
  • In Israel werden Elite-Einheiten des Militärs für die Entwicklung neuer Medizin-Geräte eingesetzt. Diese entwickeln auch mit Hochdruck Roboter, die das Pflegepersonal unterstützen.

Für die Zukunft brauchen wir neue Regeln, z.B. für die Fabrikplanung. Wir brauchen Sicherheitsabstände, wir brauchen die hygienisch optimierte Fabrik. Die Pandemie wird und muss Einfluss auf die Gebäude- und Büroplanung haben.

Jetzt steht natürlich die Krisenbewältigung absolut im Vordergrund. Aber alle laufenden und geplanten Fabriken und Gebäude für Büro und Handel müssen sofort um den Hygiene-Aspekt ergänzt werden. Dank der hervorragenden System-Bauweise sind die Kosten pro Quadratmeter deutlich gesunken. Wir brauchen Kennzahlen, die z.B. Krankenquoten berücksichtigen. Im Durchschnitt waren 2018 die gewerblich beschäftigten Menschen 18 Arbeitstage krankgeschrieben. Das entspricht acht Prozent der Arbeitstage. In einem Unternehmen mit 1000 Beschäftigten fehlen also im Jahresdurchschnitt 80 Mitarbeiter, bei normalen Gehältern sind das 5 Mio Euro. Jedes Jahr!

Wenn es gelänge durch größere Abstände zwischen den Menschen diese Quote um einen Prozentpunkt zu senken, entspräche das in einem Zeitraum von zehn Jahren einem Gegenwert von sechs Millionen Euro. Dafür könnte man mit Systembau je Mitarbeiter sehr hochwertige Flächen von 15 Quadratmeter je Mitarbeiter schaffen.

Das ist nur ein Beispiel, noch nicht mal vollständig zu Ende gedacht. Out-of-the-box-Denken ist wichtiger, als jemals zuvor! Ergänzen Sie alle Teams interdisziplinär. Externe Beiträge sollten Sie nicht nach den Kosten beurteilen, sondern nach den Ergebnissen.

Die Wirtschaft zeigt Initiative, die Politik muss den Weg zum Ende des Shutdown weisen

Leeres Treppenhaus während der Corona-Krise

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Auffassung bekräftigt, dass wir mit einem Rückgang des BIP in Höhe von 5,8 Prozent in 2020 rechnen müssen. Er erwartet danach eine schnelle Erholung. Gleichzeitig will und kann er keine Prognose für den Wiederanlauf bzw. die Beendigung des Shutdown geben. Die Gemeinschaftsprognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute (u.a. DIW Berlin, ifo München, IfW) erwartet 2020 einen Rückgang des BIP um 4,2 Prozent und für 2021 einen Aufschwung mit einem Wachstum des BIP von 5,8 Prozent.

Wie passt dieses Szenario von starkem Abschwung und anschließendem starken Aufschwung zusammen?

Wenn wir annehmen, dass diese 4,2 oder 5,8 Prozent ausschließlich von 40 Prozent unserer Wirtschaft ertragen werden müssen, bedeutet das für diese Sektoren einen Rückgang um etwa 12 Prozent. Vereinfacht gerechnet fällt dann ein Leistungsmonat aus. Wenn diese Logik gilt, MUSS es spätestens Ende April wieder „rund laufen“. Wie verträgt sich das mit den zögerlichen Aussagen zur Beendigung des Shutdown?

Jetzt ist Führung gefragt, jetzt brauchen wir klare Perspektiven. ConMoto erwartet, dass die epidemiologischen Voraussetzungen für die Beendigung des Shutdown definiert werden. Dazu gehört, dass die Zahl der Tests vervielfacht wird und dass Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung und Gastronomie Leitlinien bekommen, an die sie sich halten können.

Aus der Industrie kommen eindrucksvolle Initiativen:

  • Seat produziert Beatmungsgeräte, mit Scheibenwischermotoren als Antrieb,
  • VW erzeugt Ventile für Masken auf 3D-Druckern,
  • Bosch arbeitet an Testgeräten,
  • Tesla baut medizinische Geräte aus Serienteilen,
  • Nähereien, die Masken nähen, gibt es mittlerweile Dutzende,
  • Schnapsbrenner produzieren Desinfektionsmittel
  • Gastronomen bieten neue Bringdienste und Abholmöglichkeiten.

An der Wirtschaft liegt es nicht! Wir alle brauchen jetzt ein Ziel!

Unsere Position zur Corona-Krise

Unsere Position zur Corona-Krise

Ungewöhnliche Zeiten müssen von den Bürgern in einer Demokratie kritisch begleitet werden. Selbstverständlich sind die Maßnahmen, die zur Abwehr der Corona-Pandemie ergriffen wurden und werden, gerechtfertigt. Aber sie sind es nur zeitlich begrenzt, denn alles muss verhältnismäßig sein. Die im Grundgesetz garantierten Freiheiten und Grundrechte sind in unserem Rechtsstaat ein hohes Gut!

Deshalb ist es erstaunlich, wie die Emotionen den Vorrang vor Fakten haben. Jeden Tag sterben in Deutschland etwa 2.500 Menschen. An Unfällen, am Alter, an Krankheiten, circa 70 an Krankenhauskeimen und in Grippezeiten mehrere hundert am Tag allein an dieser Krankheit. Zurzeit haben wir insgesamt knapp 1.500 Coronatote in Deutschland, zuletzt zwischen 80 und 200 neue Todesfälle am Tag. Regional sehr unterschiedlich, am meisten in Bayern, dann folgen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.  In Nordrhein-Westfalen sind 35 Prozent der gestorbenen Menschen Bewohner von Altenheimen gewesen. Warum haben wir sie nicht besser geschützt? Was wird für die Bewohner, aber auch für die Pfleger getan, um diesen unerträglichen Zustand zu ändern?

Medizinische, ethische, soziale, wirtschaftliche Fragen berücksichtigen

Wir brauchen einen interdisziplinären Rat, der medizinische, ethische, soziale und wirtschaftliche Gesichtspunkte berücksichtigt und gewichtet. Aus dieser Bewertung muss er sehr schnell Handlungsszenarien und Maßnahmen entwickeln. Sonst laufen wir auch in Europa Gefahr, dass die negativen sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen gegen Corona nicht mehr beherrschbar sind. Millionen Menschen haben täglich mehr Angst vor der Zukunft. Richtig ist: In Zeiten einer Pandemie müssen wir Menschen vor einer Infektion schützen. Richtig ist aber auch: Es werden weiter Menschen am Corona-Virus sterben und bei der Entscheidung über Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Krankheit müssen wir auch andere negative Folgen in Betracht ziehen.

Ermutigende Forschung nach Zwischenlösungen

Ermutigend sind Initiativen von Forschern, die jetzt nach Zwischenlösungen suchen, bis ein wirksamer Impfstoff gegen Sars-CoV-2 gefunden ist. Dazu gehören Versuche des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie und anderer Forschungseinrichtungen, die bisher einzige wirksame Vakzine gegen Tuberkulose gentechnisch so umzubauen, dass es eine Covid-19-Infektion zwar nicht verhindert, aber ihren Verlauf abmildert. Außerdem wird in einem länderübergreifenden Projekt erforscht, ob die passive Immunisierung durch Blutplasma möglich ist. Genesene haben Antikörper gegen das Corona-Virus in ihrem Blutplasma. Wenn die Genesenen Plasma spenden, könnte das Schwererkrankten gleicher Blutgruppe zu mehr Antikörpern gegen das Virus verhelfen. Genau diese einfallsreiche, pragmatische Forschung ist das, was wir jetzt brauchen.

Deutschland kann nur einen kurzfristigen Shutdown verkraften

Wirtschaftlich kann Deutschland einen Shutdown von drei Monaten verkraften. Das heißt aber auch, dass in der 2. oder 3. Maiwoche die Kapazität in den wichtigen Industrien wieder auf mehr als 50 Prozent hochgefahren werden muss. Außerdem müssen Handel, Gastronomie und Dienstleister wieder arbeiten können. Damit wir das erreichen können, müssen vier Rahmenbedingungen erfüllt sein:

  • Schutzmaßnahmen (Masken, Distancing) überall dort wo Menschen zusammenarbeiten;
  • massive Testkapazitäten für den Virus und konsequente Isolation aller positiv Getesteten und von deren Kontakten;
  • noch über viele Monate Schutz der besonders Gefährdeten;
  • über längere Zeit ein Verbot von Menschenansammlungen und Massenveranstaltungen.

Diese Dinge verschaffen uns weitere Zeit, bis ein Impfstoff gefunden ist. Das ist das wichtigste Ziel. Darüber hinaus ist es von großer Bedeutung einen verlässlichen Test für Antikörper zu finden. Denn nur so können wir wissen, wer eine Infektion mit COVID-19 überstanden hat und somit weder am selben Virus erkranken noch andere anstecken dann.

Die Folgen des Shutdown: Was jetzt an erster Stelle steht

geschlossene Kantine aufgrund der Corona-Krise

Auf die Pandemie folgt die Panzession, die globale Wirtschaft steht vor einer tiefen Rezession. ConMoto wertet alle Studien der Wirtschaftsexperten und Politiker aus und ergänzt das durch konkrete Erkenntnisse aus laufenden Kundenprojekten und Gesprächen mit Top-Managern und Unternehmern.

Während zunächst die Virologen die Szene beherrscht haben, kommen jetzt immer häufiger Wirtschaftsexperten zu Wort. Aktuell sprechen die vorgelegten Studien von einem Wirtschaftsrückgang von fünf bis acht Prozent, die Kosten in Deutschland werden auf 750 Milliarden Euro geschätzt, und man geht davon aus, dass 1,0 bis 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtiger Jobs verloren gehen werden. Dazu kommen sechs Millionen Kurzarbeiter.

Einschnitte treffen Wirtschaftsbereiche unterschiedlich

Die Einschnitte werden die verschiedenen Wirtschaftsbereiche natürlich sehr unterschiedlich treffen. Bezogen auf die deutsche Wirtschaft sprechen wir aktuell über 45 Millionen Erwerbstätige und 33,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

In Österreich stieg die Zahl der Arbeitslosen um mehr als 50 Prozent. Auch in Deutschland kann die Zahl in den nächsten Monaten wieder auf mehr als drei Millionen oder sogar vier Millionen arbeitslos gemeldete Menschen steigen.

Dieser sprunghafte Anstieg der Arbeitslosigkeit wird natürlich im Schwerpunkt

  • das verarbeitende Gewerbe/Industrie (rund acht Millionen Arbeitsplätze),
  • den Handel (inkl. Kfz-Reparatur circa sechs Millionen Arbeitsplätze),
  • das Gastgewerbe (1,6 Millionen Arbeitsplätze)
  • und freiberufliche technische und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (5,5 Millionen Arbeitsplätze)

betreffen.

Weil die anderen Wirtschaftssektoren keine bzw. nur sehr geringe negative oder sogar positive Auswirkungen spüren werden, konzentrieren sich die negativen Folgen auf nicht mal 50 Prozent der Gesamtbeschäftigten.

Eine ConMoto-Umfrage im Gastgewerbe hat beispielsweise ergeben, dass Experten mit der Insolvenz von 25 bis 30 Prozent der Betriebe rechnen. Aus der damit verbundenen Reduzierung der Bettenkapazitäten werden Preiserhöhungen im nächsten Jahr folgen. Darauf werden die Unternehmen mit deutlich reduziertem Reiseaufkommen reagieren, Videokonferenzen haben sich ja durchaus bewährt. Ein Beispiel dafür, welches Veränderungspotential in dieser Krise steckt.

Für den Sektor wirtschaftsnahe Dienstleistungen wird ein Einbruch von mindestens zwölf Prozent, für die Industrie von durchschnittlich zehn bis 15 Prozent erwartet – jeweils berechnet auf das Jahr 2020.

Entwicklung BIP und Industrieproduktion in Deutschland 2020
Entwicklung BIP und Industrieproduktion in Deutschland 2020

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat die Bevölkerung und die Wirtschaft bereits auf schwere Zeiten eingestimmt. Er erwartet einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von mindestens 5,8 Prozent mit einem Schwerpunkt in den Monaten April bis August. Wir haben in Deutschland jetzt einschneidende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Corona-Virus energisch zu bekämpfen.

Und das ist richtig: Soziale Distanz rettet Leben! Wir müssen aber auch daran denken: Soziale Marktwirtschaft schafft Wohlstand und sichert so die freiheitliche Demokratie und den gesellschaftlichen Frieden. Deutschland hat eine international herausragende Krankenhaus-Infrastruktur. Wir werden beneidet für unsere hohe soziale und öffentliche Sicherheit. Diese sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaften müssen wir auch in der Krise bewahren.

Mehr als 50 Prozent der Erwerbstätigen arbeiten in indirekten Bereichen. Der Wohlstand wird geschaffen durch direkte Wertschöpfung, also Landwirtschaft, Industrie, Handwerk, Bauindustrie, weite Teile des Handels und dazugehörige Dienstleistungen. Weniger als 50 Prozent der Erwerbstätigen sind in diesen Branchen beschäftigt. Und genau dieser Bereich leidet jetzt massiv unter dem Shutdown. Im Interesse aller brauchen wir Konzepte und Strukturen, die eine sichere Wertschöpfung möglich machen. ConMoto hat darauf Antworten.

Existenzsicherung steht jetzt an erster Stelle

  • Jetzt stehen elementare Themen wie Existenzsicherung an erster Stelle! Haben Sie Ihr Unternehmen darauf vorbereitet?
  • Wie kommunizieren Sie mit Banken, Kunden, Lieferanten, aber auch und vor allem Ihren Mitarbeitern?
  • Mit welcher Dauer des Shutdowns rechnen Sie und welche Pläne haben Sie für die Zeit danach?

Wir haben hocherfahrene Berater mit langjähriger Industrieerfahrung. Diese Kollegen stehen mit erprobten Methoden und Programmen bereit, aber auch für sehr individuelle Lösungen, die wir ganz spezifisch auf Ihre Situation ausrichten.

ConMotos Agile Taskforce: Cash Flow und Lieferketten sichern

ConMotos Agile Taskforce: Cash Flow und Lieferketten sichern
ConMotos Agile Taskforce

Die derzeitige Krise stellt Unternehmen aller Branchen vor unerwartete Herausforderungen. Während zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie oder der Medizintechnik an der Kapazitätsgrenze produziert wird, stehen die Maschinen in anderen Branchen still. Gleichzeitig wird in einigen Betrieben der Textil- und Automobilindustrie aktuell die Produktion auf dringend benötigte Produkte wie Schutzkleidung und Atemschutzmasken umgestellt. ConMotos Agile Taskforce bietet Ihnen schnelle Unterstützung für Sofortmaßnahmen, z.B. bei der kurzfristigen Stabilisierung Ihres Cash Flows und der Sicherung Ihrer Lieferketten. Nutzen Sie in der aktuellen Situation auch unsere Online-Beratung und unsere Online-Workshops. Informieren Sie sich jetzt bei unseren erfahrenen Beratern und Branchenexperten: business@conmoto.de oder telefonisch 089-78066138.

Sofortmaßnahmen für kurzfristige Kostensenkungen

Nach einer zügigen Analyse identifizieren wir die Maßnahmen, die Ihnen Quick-wins bringen: Im Focus stehen neben Liquiditätssicherung und schnellen Kostensenkungen die Absicherung der eigenen Lieferfähigkeit durch Engpassmanagement, die Anpassung von Sicherheitsbeständen wo notwendig und Produktivitätssteigerung.

Schnelles Ramp-up, wirkungsvolleres Risikomanagement

Die ConMoto Agile Taskforce setzt mit Ihnen nicht nur Sofortmaßnahmen um, sondern plant auch für die Zeit nach der Krise. Wir sorgen für einen schnellen Hochlauf nach Produktionsstillständen. Darüber hinaus unterstützen wir Sie bei der Weiterentwicklung Ihres Risikomanagements. Wir implementieren mit Ihnen Flexibilisierungskonzepte für Ihre Fertigung und entwickeln Szenarien für eine agile Reaktion auf unvorhersehbare Risiken und Schwankungen. ConMoto hilft Ihnen sofort mit pragmatischen Lösungen, damit Ihr Unternehmen so schnell wie möglich wieder produktiv wird. Laden Sie sich detaillierte Informationen zur Agilen Taskforce hier herunter.