Strategische Neu-Ausrichtung

Strategische Neu-Ausrichtung

Die letzten Monate haben sehr deutlich gemacht, dass Unternehmen ihre Strategien überprüfen müssen. Bei folgenden Themen liegt rascher Handlungsbedarf vor:

1. Fertigungstiefe, Make-or-buy

Eine Erhöhung der Fertigungstiefe bedeutet mehr Beschäftigung. Speziell Branchen (Automotive!), die ohnehin Anpassungsbedarf ihrer Kapazitäten haben, sollten das intensiv prüfen. Kapazitätsabbau kostet Geld! Eigenfertigung mit wenig Kapital ausbauen ist die Maxime. Ziel muss es sein, notwendige Investitionen aus ersparten Abfindungen zu finanzieren. Kombiniert mit smarter Automatisierung ist das eine gute Grundlage, um schnell aus der Krise zu kommen.

2. Beschaffungsmärkte

Neben den Kosten für Teile müssen die spezifischen Risiken von bestimmten Ländern und Regionen berücksichtigt werden. Das Risikomanagement ist in vielen Unternehmen absolut unterentwickelt. Erfahren Sie mehr zu unserem Ansatz.

3. Absatzmärkte, Absatzkanäle

Hinsichtlich des notwendigen Risikomanagements gilt für Absatzmärkte das Gleiche, wie für die Beschaffung. Wo sind die Engpässe einer Supply Chain? Ist es nicht intelligenter und effizienter Funktionen an Spezialisten auszulagern als Teile? Die großen Internet-Händler sind deshalb so erfolgreich, weil sie die Logistik besser beherrschen, als traditionelle Unternehmen. Die Integration der Beschaffungslogistik mit der internen Logistik und der Distribution erschließt neue Potentiale und reduziert Risiken. Die vollständige Integration der Logistik in die Produktion als Folge des Toyota-Produktionssystems hat große Einsparungen erzielt, aber sie hat auch die revolutionäre Veränderung der Logistik durch smarte Automatisierung verhindert. Querdenken hat noch nie geschadet! 

4. Produkte

Vor allem Investitionsgüter sind deutlich zu teuer! Bei Pressen, Spritzgussmaschinen etc. sind Kostenreduzierungen im zweistelligen Prozentbereich machbar. Mehr Invest für einen Euro, oder weniger Euro für eine Investition muss das Ziel sein.

Auf allen Märkten wird es in den nächsten Jahren einen harten Wettbewerb geben. Herstell- und Produktkosten müssen gesenkt werden. Dafür gibt es erprobte Methoden. Neben den Investitionsgütern gibt es die höchsten Potentiale in der Infrastruktur. Baukosten haben sich im Vergleich zur industriellen Fertigung in die verkehrte Richtung entwickelt, da gibt es großen Korrekturbedarf.

5. Strukturen

Bürokratien und Verwaltungsstrukturen müssen den Aufgaben und auch der neuen Realität angepasst werden. Das erfordert mehr, als die berühmte Gemeinkostenwertanalyse, das erfordert Prozess-Know-how und Kreativität.

In sechs Schritten zu mehr Wettbewerbsfähigkeit

Wer die Krise überwinden will, muss handeln

Das Corona-Konjunkturpaket der Bundesregierung findet Zustimmung und wird von anderen kritisiert. Beide Positionen haben Argumente, beides kann man nachvollziehen. Aber die Kritiker sollten in jedem Fall bedenken, dass der Staat nicht noch mehr Geld in die Hand nehmen kann. Nach unserer Auffassung ist in der Höhe die absolute Grenze erreicht, jetzt müssen die Unternehmen ihren eigenen Beitrag leisten.

Der internationale Wettbewerb wird sich erheblich verschärfen, das ist unausweichlich. Wer die Krise erfolgreich überstehen will, muss handeln:

  1. Die Organisation muss verschlankt werden. Alles muss auf den Prüfstand. Wer das Unternehmen nicht als Ganzes gefährden will, muss Strukturen und Prozesse optimieren. Tiefergehende Informationen zu Produktionsstrategie und Footprint, Optimierung des Produktionssystems mit den Bausteinen integrierte Potentialanalyse, ConMoto Basisverbesserung, Wertstromanalyse und -design sowie konsequentes Shopfloor-Management finden Sie hier.
  2. Die immer noch vorhandenen Defizite in der Digitalisierung müssen schnell und konsequent beseitigt werden. Speziell Automobilzulieferer, die ja global Fabriken haben, haben hier großen Nachholbedarf. Digitalisierung ohne globales Konzept ist teuer und bringt nicht die notwendigen Ergebnisse. Smarte Automatisierung ist angesagt. Kollaborativer Einsatz von Robotern und Low-Cost-Automatisierung sind weitere Stichworte. Werkzeuge und Maschinen brauchen einen globalen Standard. Handeln Sie jetzt! Die überall vorhandenen Bedenkenträger führen Sie in die falsche Richtung. Lesen Sie dazu auch: Industrie 4.0: Automatisierung und Digitalisierung
  1. Logistik! Seit 40 Jahren immer wieder im Blickpunkt. In Zeiten des Toyota-Produktionssystems zur Randfunktion der Produktion verkommen, gewinnt sie wieder an Bedeutung. Der Erfolg neuer Unternehmen wie Amazon und Zalando beruht auf überlegenen Logistikleistungen. Der Automatisierungsgrad ist hoch, die Kosten sind absolut wettbewerbsfähig. Der Konsumgütermarkt wird auch und vor allem durch Logistik gewonnen, oder eben nicht. Erfahren Sie mehr zur Logistik-optimierten Fabrik und Lean Logistics mit Pull, Takt, Flow.
  1. Produkte. Sind Ihre Produkte wettbewerbsfähig? Begeistern sie Ihre Kunden und haben gleichzeitig niedrige Kosten? Vergleichen Sie die Situation am Smartphone-Markt: hier handelt es sich entweder um ein hochpreisiges Prestigeprodukt, oder man bewirbt sich mit niedrigsten Preisen beim Kunden. Viele Produkte sind zu schwer, zu teuer, zu wenig attraktiv. Das muss jetzt angepackt werden, sonst kann es demnächst zu spät sein. Details dazu finden Sie hier:
  1. Arbeitssicherheit und Arbeitsschutz. Negative Schlagzeilen auf diesem Gebiet strahlen auch auf andere Branchen aus. Natürlich sind die Werkverträge in anderen Branchen nicht auf dem extremen Niveau wie in der Fleischindustrie. Natürlich braucht die Industrie Flexibilität und angemessene Lohnkosten. Jetzt müssen die Tarifpartner die Zukunft der deutschen Industrie mit Augenmaß gestalten. Wir brauchen neue Konzepte, die die Krankenquote um 2%-Punkte senken. Hygiene und Abstand, aber auch Ergonomie und verbessertes Handling. 2% Krankenquote bedeutet bei einem Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern 20 Menschen mehr produktiv. Bei 50.000 Euro Jahreskosten pro Kopf ist das 1 Mio. Euro!
  2. Klimaschutz. Die CO2-Bepreisung wird sehr schnell anziehen und teuer werden. Es macht also Sinn, den CO2-Fußabdruck zu verkleinern.

Für diese Themen bieten wir mit unseren erfahrenen Beratern praxiserprobte Konzepte. Spechen Sie uns einfach an.

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